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Ein Roman von der Scheibenwelt
| Im ersten aller
Scheibenwelt-Bücher begegnen wir dem Magier Rincewind, der allerdings während seiner
Ausbildung an der Unsichtbaren Universität etwas Pech hatte. Einer Wette wegen warf er
einen Blick in das Oktavo, das Buch, in dem die acht größten Zaubersprüche der
Scheibenwelt aufgezeichnet sind. Diese haben jedoch ein besonders starkes Eigenleben, und
so nutzte einer von ihnen die Gunst der Sekunde und sprang aus dem Oktavo in Rincewinds
Kopf, der jedoch nicht wagt, ihn auszusprechen, da niemand mehr weiß, was er bewirkt. Da
es aber ein recht mächtiger Zauberspruch ist, läßt er neben sich keine andere Magie zu,
und so muß Rincewind die Unsichtbare Universität verlassen. In der »Zerbrochenen Trommel«, der berüchtigsten Kneipe von Ankh-Morpork, trifft Rincewind auf Zweiblume, den ersten Touristen und Feuerversicherungsvertreter der Scheibenwelt, und seine seltsame Truhe aus intelligentem Birnholz. Zweiblume engagiert Rincewind als Fremdenführer, und als auf Grund einiger mehr oder weniger zufälliger Zufälle mehrere Großfeuer in der Stadt ausbrechen, verlassen beide diese und wandern durch´s Land. Dabei treffen sie auf Drachen, die sich in Nichts auflösen, wenn man nur fest genug nicht an sie glaubt, auf aus der Art geschlagene Steintrolle, auf furchtsame Sklavenhändler und auf Hrun, den Barbaren, dem sein sprechendes Schwert Kring langsam auf die Nerven geht. Schließlich landen beide samt Truhe am Randfall, wo sie vom Umzaun aufgefangen und von einem Wassertroll zur Strandgutsammelstelle des Königreiches Krull gebracht werden. Dort will man sie den Göttern opfern und läßt sie in einer Gondel, über den großen Randfall hinaus. Natürlich geht auch hier wieder etwas schief, und die Gondel macht sich selbständig. Schon bei diesem noch recht zusammenhanglos geschriebenen Buch läßt sich eine Vorliebe Pratchetts beobachten, die sich wie ein roter Faden durch alle Scheibenweltbücher zieht: die Verballhornung von altbekannten Märchen- und Fantasymotiven, wie eben dem armen Hrun, aber auch von uns bekannten Alltagsdingen: Wie wird wohl ein Fotoapparat in einer Welt des Mittelalters funktionieren? Richtig, mit einem Bilderkobold, der darin sitzt und die Bilder in Windeseile malt. Und wenn ihm mal die Farbe ausgeht, macht er eben nur Schwarz-Weiß-Bilder. Logisch, nicht wahr? Berit Neumann ALIEN CONTACT |
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