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| Science Fiction > SF Personality > Cordwainer Smith |
| Biographie | Instrumentalität der Menschheit |
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Zunächst
werden der Held und seine Aufgabe vorgestellt. Casher O'Neill ist der Neffe des Diktators
von Mizzer. Sein Heimatplanet wird jetzt jedoch von dem grausamen Usurpator Colonel Wedder
regiert. Casher versucht, auf anderen Planeten Hilfe und Unterstützung zu finden, um
Wedder zu stürzen - so auch auf Pontoppidan, einem Planeten, der reich an Edelsteinen
ist. Hier hofft er, vom Herrschenden einen Grünen Rubin zu erhalten, mit dem er einen
großen Laser bauen kann. Doch der Herrscher und seine wunderschöne Tochter Geneviève
stellen ihm zunächst eine Aufgabe, die er lösen muß: Vor kurzem ist ein fremdes,
vierbeiniges Wesen von der Erde eingetroffen. Es ist unglücklich, und niemand kann mit
ihm kommunizieren. Casher erkennt in dem Wesen ein Pferd, das nicht zu einem Untermenschen
modifiziert wurde. Mit Hilfe eines Untermenschentelepathen gelingt es ihm, die Wünsche
und Bedürfnisse des Pferdes in Erfahrung zu bringen. Der Hohe Rat des Planeten
beschließt, das Pferd zu pflegen und der Herrscher gewährt Casher den Edelstein.Smith nutzt hier ein aus den Volksmärchen altbekanntes Erzählmuster. Der Held muß zunächst eine Auflage lösen, bevor er vom König/Herrscher und seiner wunderschönen Tochter einen Wunsch erfüllt bekommt. Doch der Autor geht darüber hinaus, indem er einige Figuren das Wesen der Zivilisation und ihren Unterschied zur Barbarei diskutieren läßt. Cashers Odyssee geht auf einem Planeten weiter, von dessen Administrator er einen Kampfkreuzer erbitten will. Doch zunächst muß er wieder eine Aufgabe erfüllen. Der Administrator verlangt, daß Casher ein Mädchen tötet. Er bekommt genaue Anweisungen und wird durch die unglaublich starken Stürme auf der Oberfläche geleitet. Ihm bleibt keine Wahl, denn er ist auf die Unterstützung des Administrators angewiesen. Doch kaum ist er beim Haus von Meister Murray Madigan angelangt, in dem das Schildkrötenmädchen S'ruth lebt, ändert er seine Meinung. S'ruth ist ein sympathisches Mädchen und Casher erfährt, daß sie durch die Santaclara-Droge Stroon nahezu unsterblich geworden ist. Er verliebt sich in sie und bekommt von dem Mädchen, das eine enorme Macht auszuüben scheint, eine weitere Aufgabe gestellt. Er soll einen ungebetenen Gast des Hauses verängstigen, damit er entweder verschwindet oder sich nicht mehr unangenehm bemerkbar macht. S'ruth stattet Casher mit telepathischen Fähigkeiten aus, und er besteht die Prüfung. Danach erfährt Casher, daß der eigentliche Lebenszweck des Schildkrötenmädchens darin besteht, den Körper des Meisters Murray Madigan zu pflegen, da dieser nur ein- bis zweimal im Monat aus seinem tiefen, Jahrtausende währenden Schlaf erwacht. Und tatsächlich ist S'ruth nicht einfach ein Untermensch, denn ihr wurde vor langer Zeit das Bewußtsein der Hechizera von Gonfalon, der legendären Kampftelepathin, aufgeprägt. In grauer Vorzeit hat sie allein durch die Kraft ihres Willens ganze Schlachten gewonnen. S'ruth schenkt Casher zum Abschied einen Teil ihrer Fähigkeiten, wodurch er selbst zu einem der begabtesten Telepathen der Instrumentalität wird. Im dritten Abschnitt des Buches trifft Casher wieder auf Mizzer ein. Doch wer eine außergewöhnliche Konfrontation der Erzfeinde erwartet, wird herb enttäuscht, denn Casher begibt sich einfach in den Herrscherpalast und verändert mittels seiner neuen Fähigkeiten den Geist von Colonel Wedder, macht ihn zu einem »guten Menschen«. Der Rest des Romans ist überflüssiges Geplänkel, denn die Odyssee des Helden ist beendet. Er weiß nicht, was er mit sich anfangen soll. Seine Familie will nichts mit ihm zu tun haben, weil er sich Jahrzehnte in der Fremde herumgetrieben hat, ohne einen Gedanken an seine Verwandten zu verschwenden. Schließlich findet Casher eine Frau und lebt mit ihr glücklich bis an sein Ende. Smith erfüllte mit diesem Buch nicht die Erwartungen des Lesers. Der Held will Waffen sammeln, um sein Recht zu erkämpfen. Durch seine Handlungen, die zum Teil auf Zufall basieren, werden Casher jedoch statt Waffen übernatürliche Fähigkeiten geschenkt. Die Abenteuer während Cashers Reise scheinen dem Autor weit wichtiger gewesen zu sein, als die streng logische Auflösung des Romans. Man spürt den sense of wonder, Spannung kommt leider nicht auf. |
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