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| Science Fiction > SF Personality > Cordwainer Smith |
| Biographie | Instrumentalität der Menschheit |
| Dies ist eine der
romantischsten und unglaublichen Liebesgeschichten der Science Fiction. Dem Autor gelingt
der Balanceakt zwischen Emotionalität und Sentimentalität, ohne ins Peinliche
abzugleiten. Vergleichbares kennt man in der SF höchstens von Ray Bradbury. Die Zeit der Habermänner und der Seher ist vorbei, doch wesentlich komfortabler ist der Weltraumflug noch immer nicht geworden. Es gibt Weltraumsegler mit gigantisch großen Sonnensegeln. Die Passagiere werden in speziellen Gefäßen im Tiefschlaf transportiert. Der Pilot jedoch muß für die Flugdauer von einem Monat wach bleiben, sein Körper jedoch altert in dieser Zeit um ca. vierzig Jahre, muß also auch künstlich am Leben erhalten werden, denn die Wahrnehmung des Piloten entspricht nur dem einen Monat der Flugdauer. Der Pilot verliert durch einen Flug ca. ein Viertel seiner Lebensspanne. Protagonistin ist die achtzehnjährige Helen America, Tochter einer berühmten Frauenrechtlerin. Ihr größter Wunsch ist es, dem Spott und der Aufmerksamkeit der Medien zu entkommen. Sie will daher unbedingt Seglerin werden, die erste Frau, die jemals mit einem Segler zu den Sternen fährt. Eines Tages lernt sie Herrn Nicht-mehr-grau kennen, einen Segler, der von einer der Kolonien zur Erde gelangt ist. Sie verlieben sich sofort ineinander. Doch Herr Nicht-mehr-grau wagt trotz seiner Liebe keine Beziehung zu einem achtzehnjährigen Mädchen. Zwar ist er selbst im Geiste noch ein junger Mann, sein Körper ist jedoch bereits vierzig Jahre älter. Daher verläßt er Helen und kehrt als Passagier in die Weltraumkolonie zurück. Helen will ihn wiedersehen. Und so besteht sie alle Prüfungen und überwindet alle Hindernisse, um selbst Seglerin zu werden. Die Herren der Instrumentalität sind gegenüber den Leistungen einer Frau skeptisch, und so erhält sie ein Schiff, das entbehrlich ist. Sie soll Tausende von religiösen Fanatikern in die Kolonie bringen. Und der Segler trägt den Namen Seele. Der Flug ist schwierig und endet fast in einer Katastrophe. Doch als sie schließlich die Kolonie erreicht, findet Helen ihren Geliebten wieder. Sie hat die Zeit überwunden, ist jetzt körperlich ebenso gealtert wie er. Und sie finden ihre Liebe wieder, die noch jahrhundertelang Thema von Kunst, Literatur und Legenden sein wird, und leben gemeinsam noch viele Jahrzehnte glücklich zusammen. Die Geschichte wird, wie auch andere Texte von Smith, erzählt, als sei sie bereits vor vielen Jahrhunderten geschehen - als würde man heute über Romeo und Julia berichten. |
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