| Hier bringt der Autor sein
Wissen über internationale Diplomatie ein und macht sich gelinde darüber lustig. Die
Russen führen mit ihren Sputniks Experimente durch, doch der Geheimdienst der Amerikaner
kann den Zweck der Versuche nicht ermitteln. Eines Tages stürzt eine Kapsel auf
nicht-russischem Territorium ab. Es taucht ein Tonband auf, das scheinbar keine
Information enthält. Doch alle, denen das FBI das Band vorspielt, haben plötzlich einen
Namen sowie eine Adresse im Gedächtnis, die sie vorher nicht kannten. Langwierige
Beobachtungen bringen keinen Erfolg, bis man sich entschließt, Mr. Angerhelm, dessen
Adresse gemeint war, direkt anzusprechen. Als er das Band hört, erkennt er die Stimme
seines Bruders, die sonst niemand hören kann. Allerdings ist der Bruder bereits vor
Jahren gestorben und meldet sich sozusagen aus dem Jenseits. Er berichtet, wie es den
Toten ergeht. Dieses eher esoterische Thema wird leider vom Autor nicht weiter
erläutert. Niemand weiß, woher die Stimme kommt und wie sie ausgerechnet auf ein
russisches Tonband im Weltraum gelangt. Daher bleibt der Leser nach der langen
Vorbereitung durch Nachforschungen des FBI ratlos zurück. »Angerhelm« ist eine der
schwächsten Geschichten von Cordwainer Smith.
Hardy
Kettlitz
|
 |