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ALIEN CONTACT

Douglas Adams

Britischer Schriftsteller (1952-2001)

Science Fiction > Alien Contact | Personen-Lexikon
Der britische Schriftsteller Douglas Noel Adams, geboren 1952 in Cambridge, kann wie kaum ein zweiter von sich behaupten, das Science-Fiction-Genre weltweit populär gemacht zuhaben. Eine oft erzählte Anekdote ist der Ursprung seiner Idee für den Welt-Bestseller The Hitchhiker's Guide to the Galaxy (1979, dt. Per Anhalter durch die Galaxis). Adams berichtet, daß er 1971 als Student auf einer Tramptour durch Europa völlig betrunken in Innsbruck in den nächtlichen Himmel schaute und spontan auf die Idee kam, einen Reiseführer »durch die Galaxis« zu schreiben. Daraufhin erwies sich Adams als Vermarktungs-Genie. Nach der Verarbeitung des Stoffes für eine Hörspiel-Serie der BBC im Jahr 1978 folgten 1979 das Bühnenstück und der Roman sowie später die Verfilmung (1982, eine Neuverfilmung, durch die Disney Corporation, ist in Planung) und Adaption als Comic und Computerspiel. Der krönende Abschluß war seine Website www.h2g2.com, ein Kompendium für gute Ratschläge jeglicher Art.

Dem Debütroman folgten vier weitere Bände: The Restaurant at the End of the Universe (1980, dt. Das Restaurant am Ende des Universums), Life, the Universe and Everything (1982, dt. Das Leben, das Universum und der ganze Rest), So Long, and Thanks for All the Fish (1984, dt. Macht's gut und danke für den Fisch) und Mostly Harmless (1992, dt. Einmal Rupert und zurück). Dicht an das Hitchhikers-Motiv angeleht ist auch sein in Zusammenarbeit mit Terry Jones entstandener Roman Douglas Adams' Starship Titanic (1997, dt. Raumschiff Titanic), der eine ähnliche Metamorphose zum Computerspiel durchmachte, wobei im englischsprachigen Original die Rolle der verrückten Bombe von John Cleese gesprochen wird.

Dem phantastischen Genre war Douglas Adams nicht nur mit diesem Roman-Zyklus treu, außerdem betreute er 1978 bis 1980 für die BBC als Redakteur die Fernsehserie Dr. Who (wozu er auch einige Drehbücher beisteuerte) und veröffentlichte zwei weitere Romane, die ähnlich verrückt und skurril wie die Anhalter-Reihe: Dirk Gently's Holistic Detective Agency (1987, dt. Dirk Gently's Holistische Detektei) und The Long Dark Tea-Time of the Soul (1988, dt. Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele), die zusammen mit den ersten beiden Hitchhikers-Bänden zu seinen besten Werken zählen.

Außerhalb der Science Fiction publizierte Adams (mit dem Biologen Mark Carwardine) einen Reportage-Band über vom Aussterben bedrohte Tierarten, der - wen wundert's? - auch in einer CD-ROM-Version angeboten wird, worin Douglas Adams selbst die Bilder kommentiert: Last Chance to See (1990, dt. Die Letzten ihrer Art).

Allein die Hitchhiker-Bände erreichten weltweit eine Auflage von fünfzehn Millionen verkauften Exemplaren (davon ca. eine Million im deutschen Sprachraum). Douglas Adams' Wortschöpfungen fanden Eingang in die Alltagssprache. Ein Babel-Fish-Übersetzungsprogramm erschließt im PC Fremdsprachen, Autofahrer werden tagtäglich von Park-O-Maten abgezockt, und dank Adams wissen wir nun auch, wohin andauernd die Kugelschreiber verschwinden: Aufgrund eines Knicks im Raum-Zeit-Kontinuum gelangen sie an einen weit entfernten Ort, wo auch der billigste Werbekugelschreiber ein anständiges artgerechtes Leben führen kann.

Douglas Adams ist am 11. Mai 2001 in seinem Haus in Santa Barbara/Kalifornien im Alter von 49 Jahren einem Herzinfarkt erlegen. In einem Nachruf würdigte der BBC-Direktor Alan Yentob ihn als ein »einmaliges Talent, dem es gelungen ist, für alle Generationen Phantasie, Menschlichkeit und Komödie zu vereinen«.

Siegfried BreuerALIEN CONTACT

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21.05.06 • 10.06.06