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| Science Fiction > Alien Contact | Personen-Lexikon |
| Name: John Middleton Murry, Jr. Pseudonym: Richard Cowper Geboren: 1926 Gestorben: 29.4.2002 |
| Colin Middleton Murry, 1926 geboren, ist der Sohn des britischen Philosophen
und Literaturkritikers John Middleton Murry. Er arbeitete zunächst als Lehrer in Sussex
und wechselte 1968 auf die Stelle des Leiters der Englischabteilung des Atlantic College
in South Wales. 1970 wurde er freier Schriftsteller und schrieb in seinen produktivsten
Zeiten durchschnittlich ein Buch pro Jahr. Seine Science-Fiction-Titel veröffentlichte er
vor allem unter dem Pseudonym Richard Cowper, während seine Mainstream-Arbeiten auch
unter seinem richtigen Namen erschienen. Cowper gilt als einer der besten Stilisten der
britischen Science-Fiction-Literatur, brachte jedoch selten originelle neue Ideen in das
Genre ein. Ihn interessierten vor allem die Menschen und ihre Beziehungen untereinander.
Daraus machte er auch in seinen Autobiografien One Hand Clapping und Shadows
on the Grass kein Hehl. Insbesondere das Nichtdefinierte, Mehrdeutige, in der
Entwicklung Begriffene hatten es ihm angetan, hingegen fungierten reine Technik-Elemente
eher als Mittel zum Zweck. Cowper schrieb seinen ersten SF-Roman Breaktrough (dt. Morgen der Unendlichkeit, 1969) bereits 1964, er wurde aber erst 1967 publiziert. 1968 folgte Phoenix (dt. Phönix, 1969). Zu seinen besten und erfolgreichsten Titeln gehören außerdem der Roman The Twilight of Briareus (1974, dt. Dämmerung auf Briareus, 1975) und die Erzählungsbände The Custodians and other Stories (Die Zeitspirale) und The Web of the Magi (Das Tal des Schicksals), deren Titelgeschichten auch in der deutschen Ausgabe des MAGAZINE OF FANTASY & SCIENCE FICTION erschienen. Besonders Cowpers Storys wurden mehrmals für den Hugo Gernsback und den Nebula Award nominiert. Mit der Kurzgeschichte »Piper at the Gates of Dawn« (Morgendämmerung) legte Richard Cowper 1976 den Grundstock zur Corlay-Trilogie, deren drei Teile The Road to Corlay (Am Tor der Dämmerung), A Dream of Kinship (Sänger am Ende der Zeit) und A Tapestry of Time (Das Webmuster der Zeit) den Zerfall Großbritanniens in mehrere Inselstaaten zum Thema haben. Die Handlung ist weit in der Zukunft, im 31. Jahrhundert, angesiedelt. Seit den 90er Jahren wurde es merklich ruhiger um Richard Cowper, nur vereinzelt erschienen von ihm noch Kurzgeschichten in Anthologien und Magazinen. Er starb am 29. April 2002. |
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