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ALIEN CONTACT

Gordon R. Dickson

Amerikanischer Schriftsteller (1923 - 2001)

Science Fiction > Alien Contact | Personen-Lexikon
Der 1923 im kanadischen Edmonton geboren Schriftsteller Gordon Rupert Dickson siedelte im Jahr 1937 mit seinen Eltern in die USA über, schloß 1948 sein Anglistikstudium an der University of Minnesota ab und wurde freier Schriftsteller. Dickson gab 1951 sein Science-Fiction-Story-Debüt mit The Friendly Man in ASTOUNDING, 1956 folgte sein erster SF-Roman, Alien from Arcturus (auch Arcturus Landing), der bereits 1957 auch in deutscher Übersetzung (Fremde vom Arcturus) vorlag. Seither folgten über 200 Kurzgeschichten und ca. 60 weitere Romane und Collections, sowie von ihm herausgegebene Anthologien. Damit begründete er seinen Ruf als produktiver, wenn auch selten überragender Autor. Gordon R. Dickson stand 1969 bis 1971 der SF-Autoren-Vereinigung Science-Fiction-Writters of America als Präsident vor und wurde zudem mit wichtigen Literaturpreisen bedacht, so 1965 mit dem Hugo Award, 1966 mit dem Nebula Award, 1975 mit dem E. E. Smith Memorial Award für Imaginative Fiction und 1976 mit dem August Derleth Award.

Dicksons Werk wird durch den über lange Jahre fortgesetzten Childe-Zyklus geprägt (auch Dorsai-Zyklus genannt), der in weitem Bogen einen Zeitraum vom 13. bis zum 23. Jahrhundert spannt und entsprechend nicht nur Zukunfts-, sondern auch historische und Gegenwartsromane umfaßt. John Clute formuliert es auch so, daß »der Dorsai-Zyklus sich zu einer Art Mühlstein um den Hals und das Lebenswerk des Autors entwickelt hat«. The Genetic General (auch Dorsai!) war 1960 der erste der Childe-Romane und gleichzeitig der Höhepunkt seines frühen, von Space Operas bestimmten Schaffens. Es folgten bis in die 90er Jahre weitere in dieser Welt angesiedelte Romane wie Necromancer (1962), Soldier, Ask Not (1965 als Novelle mit dem Hugo Award prämiert), The Tactics of Mistake (1971), Chantry Guild (1988) oder Other (1994), die fast sämtlich ins Deutsche übersetzt wurden. Die grundlegende Idee des Childe-Zyklus besteht darin, daß mit der Renaissance die Evolution eines neuen Menschen einsetzte, die im 23. Jahrhundert vollendet wird. Zu einem Hauptprotagonisten entwickelt sich dabei jener genetische General Graeme, der aus der titelgebenden Kriegerkaste der Dorsai stammt und dessen Bestimmung es ist, die Menschheit zu einer Superkultur zu vereinen.

Neben diesem Zyklus gerät der Rest von Gordon R. Dicksons Werk etwas ins Hintertreffen, verdient aber nichtsdestotrotz Beachtung. So schrieb er zusammen mit Poul Anderson den Erzählungsband The Earthman’s Burden (1957, dt. Des Erdenmannes schwere Bürde), wobei ihn mit Anderson besonders die Vorliebe für Geschichten verband, die in heroischen nordischen Dämmerungszeitaltern handeln. Beachtenswert ist auch sein Roman The Alien Way (1965, dt. Die Fremden bzw. Mit den Augen der Fremden). John Clute meint in der Illustrierten Enzyklopädie der Science Fiction zudem, daß Wolf and Iron (1990) der wohl beste postapokalyptische Roman seit Earth Abides (1949, Leben ohne Ende) von George Stewart oder A Canticle for Leibowitz (1960, Lobgesang auf Leibowitz) von Walter M. Miller jr. sein könnte. In seinen letzten Schaffensjahren wandte sich Dickson verstärkt der Fantasy-Literatur zu und baute seinen Derleth-Preis-gekrönten Roman The Dragons and the George (1976) zu einem Zyklus aus. Dickson verstarb am 31. Januar 2001.

Siegfried BreuerALIEN CONTACT

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21.05.06 • 10.06.06