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Howard Fast

Amerikanischer Schriftsteller (1914 - 2003)

Science Fiction > Alien Contact | Personen-Lexikon
Name: Howard Melvin Fast
Pseudonym: E. V. Cunningham
Geboren: 1914 in New York
Gestorben: März 2003 in Old Greenwich/Connecticut
Howard Melvin Fast wurde 1914 als Sohn russischer Einwanderer in New York geboren und absolvierte ein Studium an der National Academy of Design. Weniger sein berufliches als sein politisches Engagement erweckte nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Aufmerksamkeit des FBI. Fast gehörte damals als Mitglied dem Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der USA an und verweigerte vor dem Untersuchungsausschuss des US-Kongresses die Aussage. Das wurde mit drei Monaten Gefängnis geahndet. Seine politische Einstellung machte ihn in der Sowjetunion und den mit ihr assoziierten Staaten sehr populär, seine Bücher erschienen dort in großen Auflagen. 1954 erhielt er den Internationalen Stalin-Friedenspreis. Erst Nikita Chruschtschows Rede 1956 auf dem 20. Parteitag der KPdSU öffnete ihm über Stalins Verbrechen die Augen; nach der blutigen Niederschlagung des ungarischen Aufstandes im Februar 1957 trat er aus der Partei aus. Damit fiel er in der DDR in Ungnade, wurde dafür aber in Westdeutschland um so bekannter.

Seine Desillusionierung verarbeitete er in dem Roman Der nackte Gott (1957). Als Schriftsteller war Howard Fast bereits seit den 1940er Jahren tätig und verfasste eine ganze Reihe von Büchern, die fast alle historische Stoffe behandeln und ein idealistisches Menschenbild pflegen. So 1943 Citizen from Paine (über den Freiheitshelden Thomas Paine), 1944 Freedom Road (über einen farbigen US-Senator, der den Ku Klux Klan bekämpft) und 1951 Spartacus. Letzterer dürfte wohl sein bekanntester Roman sein, denn er bildet die literarische Vorlage für Stanley Kubricks gleichnamigen Film aus dem Jahre 1959.

1959 war auch das Jahr, in dem Fast die erste Science-Fiction-Story im MAGAZIN OF FANTASY & SCIENCE FICTION veröffentlichte. Bis in die 1970er Jahre hinein entstanden einige Dutzend Kurzgeschichten, von denen bereits 1961 eine Auswahl in dem Band The Edge of Tomorrow (dt. 1963 Die neuen Menschen) erschien. Andere, z. B. »The Hoop« (»Der Ring«) und »The Wound« (»Die Wunde«), finden sich verstreut in Anthologien. Unter dem Pseudonym E. V. Cunningham schrieb er auch Kriminalromane. Eines seiner letzten Werke war die Autobiografie Being Red. Howard Fast starb 88jährig im März 2003 in Old Greenwich/Connecticut.

Siegfried BreuerALIEN CONTACT

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28.08.10 • 02.09.10