| Rolf Krohn wurde 1949 in Halle
an der Saale geboren. Seit 1969 studierte er an der TU Dresden Physik, wurde aber 1973
nach einem politisch motivierten Disziplinarverfahren auf Lebenszeit vom Studium an allen
Hoch- und Fachschulen der DDR ausgeschlossen. Nach einer Zeit als Chemiefacharbeiter und
Nachtwächter machte er 1984 die Schriftstellerei zum Hauptberuf, wobei sein Interesse vor
allem historischen und spekulativ-phantastischen Themen galt und gilt. Das Studium konnte
er erst nach der Wende abschließen. Seit 1994 ist er beim Förderkreis der Schriftsteller
in Sachsen-Anhalt e.V. angestellt. Mit dem Schreiben begann Rolf Krohn bereits als
Mitglied des Dresdner Stanislaw Lem Klubs, sein Story-Debüt gab er 1975 in der Anthologie
Der Mann vom Anti und war dann auch in der 1976er Debütanten-Anthologie Begegnung
im Licht vertreten. Eigene Erzählungsbände folgten mit Begegnung im Nebel
(1985), Die tötende Sonne (1990), Auf den anderen Ufern der Nacht
(1995) und Hallesche Autorenhefte 5: Die andere Seite der Wahrheit (1997). Mit Das
Grab der Legionen (1979) und Das Labyrinth von Kalliste (1983) legte er auch
zwei historische Romane vor. 2000 erschien Krohns Science-Fiction-Erzählungsband Schatten
über der Saale und 2002 folgte Am Tor der Zeit. |

Foto: Siegfried Breuer |