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| Petersen wurde am 14. März
1941 im ostfriesischen Emden geboren und wuchs in Hamburg auf. Nach seinem Abitur
arbeitete er von 1960 bis 1964 als Regieassistent und später auch als Regisseur und
Schauspieler am Hamburger Ernst-Deutsch-Theater. Anschließend studierte er zwei Jahre
Theaterwissenschaften an der Uni Hamburg, ehe er 1966 für weitere vier Jahre an die
Deutsche Film- und Theaterakademie nach Berlin ging. (Zu seinen Dozenten dort gehörte
auch Kameramann Michael Ballhaus, mit dem er später Outbreak und Air Force One drehen
sollte.) Nach der Ausstrahlung seines Abschlußfilms Ich werde Dich töten, Wolf (1970 im NDR) faßte er rasch im TV-Geschäft Fuß und drehte in den Folgejahren vor allem für die Krimireihe Tatort einige erfolgreiche 90minüter. Petersens europaweit ausgestrahlter Fernsehfilm Smog gewann 1973 den Prix Italia und den Futura-Silberpreis in Berlin, 1974 folgte der Bundesfilmpreis als Bester Nachwuchsregisseur für Einer von uns beiden. Petersens mehrfach ausgezeichneter Tatort: Reifezeugnis mit der fünfzehnjährigen Nastassja Kinski stellte 1976 einen Einschaltquotenrekord auf und ist bis heute unzählige Male erfolgreich international ausgestrahlt worden. Aufsehen erregte Petersen auch 1978 mit seinem wegen der dargestellten Schwulen-Thematik damals äußerst kontrovers diskutierten TV-Drama Die Konsequenz, für das er mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde, und mit Schwarz und weiß wie Tage und Nächte, für den er beim Filmfestival in Paris als Bester Regisseur geehrt wurde. Im selben Jahr gründete Petersen seine eigene Produktionsfirma Radiant. 1982 kam dann mit Das Boot, der neben dem Oscar auch für den Preis der Director's Guild of America und für den Golden Globe nominiert und mit dem British Academy Award und dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, der weltweite Durchbruch. Mit dem in den Münchner Bavaria Studios von Bernd Eichinger produzierten Fantasy-Märchen Die unendliche Geschichte landete Petersen drei Jahre später einen weiteren internationalen Erfolg und stellte einen deutschen Kassenrekord auf. Gleich anschließend drehte er, erneut bei der Bavaria, den Science-Fiction-Film Enemy Mine - Geliebter Feind mit Dennis Quaid und Louis Gosset Jr. als gestrandete Sternenkrieger in den Hauptrollen. Sein Hollywood-Debüt gab Wolfgang Petersen dann 1991 mit dem Thriller Tod im Spiegel, einem Mord-Mysterium um Amnesie und Ehebruch mit Tom Berenger, Bob Hoskins und, damals eine erotische Entdeckung, Greta Scacchi. Der Film demonstrierte eindrucksvoll Petersens Gespür für Spannung und visuelle Effekte im Stil der »Schwarzen Serie«. Einer, der dabei sehr genau hinsah, war Clint Eastwood, mit dem Petersen zwei Jahre später den von Kritik und Publikum gleichermaßen begeistert aufgenommenen Thriller In the Line of Fire - Die zweite Chance drehte und sich damit endgültig an die Spitze Hollywoods setzte. Petersen, der mit Fellini und Godard, mit Truffaut und Bergman aufgewachsen war und die Liebe zur Filmkunst bei aller Blockbuster-Verpflichtung nie aus seinem Herzen verbannte, bekam nun die ganz großen Stoffe und Stars angeboten. Sein Händchen für große Action und aktuelle Themen bewies der deutsche Regisseur dann mit Outbreak - Lautlose Killer, der von seinen Stars und seiner Spannung ebenso profitierte wie von den Nachrichten über das gleichzeitig in Afrika ausgebrochene Ebola-Virus. Der enorme Erfolg des Thrillers bescherte Petersen als einem der ganz wenigen Filmemacher im amerikanischen Studiosystem das Recht auf den »final cut«, die letzte kreative Kontrolle. Im Vorfeld zu Tod im Spiegel hatte Petersen auch die Produzentin Gail Katz kennengelernt, mit der er zusammen seine Firma Radiant Productions in Amerika quasi neugründete und seitdem neben seinen eigenen Projekten auch zahlreiche andere Filme realisiert. Quelle: Buena Vista |
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