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Personen-Lexikon

John Rhys-Davies

Britischer Schauspieler (*1944)

Anfänge | Filme | Serien | Privatleben

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Name: Jonathan Rhys-Davies
Alias: John Rhys-Davies
Geboren: 5.5.1944 in Salisbury/Wiltshire

Anfänge

Seine Kindheit und Jugend verbrachte John Rhys-Davies in England, Wales und Afrika. Er besuchte die Truro School in Cornwall, wo er im Alter von 15 Jahren erstmals im Shakespeare-Stück Troilus and Cressida auf der Bühne stand. Er studierte Englisch und Geschichte an der University of East Anglia in Norwich und trat dort am renommierten Madder-Market Theatre auf. Nach dem Studienabschluß an der Royal Academy of Dramatic Arts in London begann er seine Karriere mit Auftritten in den britischen Fernsehserien Budgie (GB 1970) und The Guardian (GB 1971). Danach konzentrierte er sich wieder auf das Theater und spielte in über 100 Stücken, darunter zahlreichen Produktionen der Royal Shakespeare Company.

Der schwergewichtige, 1,88 Meter große Mime aus Wales verkörpert aufgrund seines finsteren Aussehens, das zusätzlich durch seinen schwarzen Bart unterstrichen wird, immer wieder russische Generäle, verrückte Wissenschaftler, Abenteurer oder Schurken. Seine häufigsten und erfolgreichsten Auftritte absolvierte er im Fernsehen, während er auf der Leinwand fast nur in Nebenrollen zu sehen war.

Filme

Sein internationaler Durchbruch begann um 1980 mit der Rolle des Vasco Rodrigues in TV-Mehrteiler Shogun (Shogun • USA 1980), die ihm eine Emmy-Nominierung einbrachte. Am bekanntesten wurde er als Sallah in Steven Spielbergs Indiana-Jones-Filmen Jäger des verlorenen Schatzes (Raiders of the Lost Ark • USA 1981) und Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (Indiana Jones and the Last Crusade • USA 1989). 1987 war er als General Leonid Pushkin in James Bond 007 - Der Hauch des Todes (The Living Daylights • GB 1987) zu sehen und spielte die Hauptrolle im Abenteuerfilm African Amok - Die Jagd nach dem weißen Gold (Tusks • USA 1987), für den er zusammen mit der Regisseurin Tara Moore auch das Drehbuch verfaßte.

In der zweiteiligen Fernsehproduktion Die verlorene Welt & Rückkehr in die verlorene Welt (The Lost World & Return to the Lost World • CDN 1992) übernahm er die für ihn maßgeschneiderte Rolle des Professor Challenger. In der deutschen Produktion High Crusade (D 1994) spielte er die Rolle des Bruder Parvus, danach trat er im Boxer-Film The Great White Hype (The Great White Hype • USA 1996) auf. In Der Herr der Ringe – Die Gefährten (The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring • Neuseeland/USA 2001) nach J. R. R. Tolkien ließ Regisseur Peter Jackson den Hünen tricktechnisch zur Figur des Zwerges Gimli schrumpfen.

Serien

Im Fernsehen spielte er unter anderem den Agenten Mike Malone in der Neuauflage der Krimiserie Die Unbestechlichen (The Untouchables • USA 1993-). In der Serie Star Trek - Raumschiff Voyager (Star Trek: Voyager • 1995-) war er in der Episode »Scorpion: Part 1« (1997) als Leonardo Da Vinci zu sehen. Einen neuen Erfolg verzeichnete er als Professor Maximilian Arturo in der Fernsehserie Sliders - Das Tor in eine fremde Dimension (Sliders • USA 1995-), in der Reisen in alternative Universen unternommen werden. Da er mit der Entwicklung dieser Figur nicht zufrieden war, ließ man Professor Arturo in der Episode »The Exodus (1)« (1997) sterben, für die Rhys-Davies selbst die Vorlage lieferte. Danach war er in der TV-Comedyserie You Wish (USA 1997) und anderen kleinen Rollen zu sehen.

Privatleben

Der Schauspieler wohnt abwechselnd in Los Angeles und auf der Isle of Man, wo er ein Filmstudio aufbaut. Er sammelt Oldtimer und geht nicht nur in seinen Filmen, sondern auch privat gerne in Afrika auf Safari. Er hat zwei Söhne: Tom, der als Fotojournalist arbeitet, und Ben.

Bernhard Kempen


Foto: RTL
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21.05.06 • 02.09.10