| MEDIEN-SHOP |
![]() |
| ALIEN CONTACT 57 |
| Science Fiction > Alien Contact | Personen-Lexikon |
Eine kurze Einführung in Leben, Werk und Einfluss des philantropischen Literaten der Science Fictionvon Michael Roth |
![]() |
| »Der bedeutendste Short-Story-Autor, den die
Science Fiction hervorgebracht hat.« Samuel R. Delany |
|
| Nach 15jähriger Pause erscheinen seit 2001 endlich wieder Bücher von
Theodore Sturgeon auf dem deutschsprachigen Markt. Den Auftakt machte More Than Human
(Die
Ersten Ihrer Art im Argument Verlag) Sturgeons berühmtestes Buch, das zu
den zehn besten Science-Fiction-Romanen
aller Zeiten gezählt wird und nun zum ersten Mal in vollständiger Übersetzung vorliegt.
Mehr als die Romanform lagen Sturgeon jedoch kürzere Texte. Einige seiner besten
Erzählungen werden, zusammen mit vorzüglichen Kurzromanen, 2004 auf zwei Bände verteilt
im Shayol Verlag erscheinen. Es sind allesamt
Klassiker, die bis heute nichts von ihrem Charme eingebüßt haben, geschweige denn von
ihrem geistigen Gehalt. Spätestens seit den frühen 50er Jahren galt Sturgeon nicht nur
als Garant für phantasievolle Unterhaltung, sondern auch als diskutabler Vordenker einer
menschlicheren Welt. Nachfolgend zeichne ich drei Skizzen von Theodore Sturgeon, die zusammen einen plastischeren Eindruck dieses komplexen Menschen ermöglichen sollen, als es der stringent durchgehaltene rote Faden einer einzelnen Abhandlung könnte. Darüber hinaus sind meine Ergebnisse bei der Recherche zu Sturgeons Lebenslauf recht uneinheitlich ausgefallen. Lange Durststrecken wechseln sich mit grünen Oasen ab, mancher Lebensabschnitt ist mehrmals dokumentiert, zu vielen anderen findet man sehr wenig bis nichts (mehr zu den Quellen im Anhang). |
|
| »Sturgeon ist ein meisterhafter
Geschichtenerzähler, der mit Sicherheit jegliche Leserschaft faszinieren wird, nicht nur
Science-Fiction-Fans.« Kurt Vonnegut jr. »Theodore Sturgeon hat außerordentlich großartige Werke
hinterlassen.« »Teds Stories verfügen über eine emotionale Kraft, die man bei nahezu
keinem anderen Autor antrifft.« |
|
Hungrige JahreTheodore Sturgeon muss wohl zu den größten Pechvögeln seiner Zunft gezählt werden. So stand sein Roman More Than Human ganze elf Mal davor, verfilmt zu werden, doch jedes Mal zerschlugen sich Sturgeons Hoffnungen. Einmal hatte sogar Meisterregisseur Orson Welles persönlich mit ihm am Drehbuch gearbeitet. Vielleicht hätte sich diese Verbindung ähnlich auf Sturgeons Ruhm ausgewirkt wie Orson Welles Darstellung des Harry Lime in Der Dritte Mann auf Graham Greenes Karriere, doch leider ging die Filmgesellschaft, die hinter dem Sturgeon/Welles-Projekt stand, pleite. Pleite ... das Wort stand nahzu ununterbrochen für Sturgeons Situation, nicht nur finanziell gesehen. Wo andere Leute einen Schutzengel zu haben schienen, zog beim Bohemien Sturgeon ein Pleitegeier seine Kreise. Selbst als sich in einer Truhe schon die ersten (noch unverkäuflichen) Meisterwerke aus seiner Feder häuften, musste sich der junge Autor für Brotarbeiten hinter die Schreibmaschine klemmen, die weit unterhalb seines Niveaus angesiedelt waren und selten gut genug bezahlt wurden, um ihn richtig satt zu machen. Als er einmal den Auftrag hatte, eine Geschichte über Basketball zu schreiben ein Sport, von dem er keine Ahnung hatte , wollte ihm eine andere Idee einfach nicht mehr aus dem Sinn gehen, sodass er die entsprechende Geschichte kurz entschlossen in seine Schreibmaschine hämmerte. Erst dann konnte er sich wieder ungestört des leidigen Basketball-Auftrags annehmen, für den er immerhin 40 Dollar erhalten sollte. (Die heruntergehämmerte Geschichte heißt »Biancas Hands«. Ihr sollte noch größere Bedeutung zukommen.) Nicht immer wurde Sturgeon für seine Arbeit mit Geld entlohnt. Einem Lokalpolitiker waren die Reden, die Sturgeon als Ghostwriter für ihn schrieb, lediglich Naturalien wert Kuchen vom Vortag. Der Politiker gewann die Wahl, und Sturgeon dürfte immerhin satt geworden sein. Als ausgemergelt, unterbezahlt und viel zu wenig anerkannt beschrieb Kurt Vonnegut jr. 1999 den Theodore Sturgeon des Jahres 1958. Der 40jährige Sturgeon, laut Vonnegut einer der besten Schriftsteller Amerikas, war zum Abendessen eingeladen. Er verkündete im Wohnzimmer Vonneguts, dass er, als einstiger Athlet, einen Salto aus dem Stand hinlegen würde. Er führte den Salto vor und landete mit einem Krachen auf den Knien das ganze Haus bebte. Als sich Sturgeon erhob und trotz seiner Schmerzen verlegen lachte, stand er seinem Schriftstellerkollegen in diesem einen Augenblick Modell für »Kilgore Trout«, den verarmten, ruhmlosen Science-Fiction-Autor, der später in Vonneguts Büchern, u. a. Breakfast of Champions, immer wieder auftauchen sollte (man beachte, dass beide Namen für Fische stehen: sturgeon = Stör, trout = Forelle). Spuren der Person Sturgeon finden sich des Weiteren in einem Roman, der häufiger gekauft wurde als alle Sturgeon-Romane zusammengenommen zu einem großen Teil übrigens von Hippies, denen Sturgeon im Herzen deutlich näher stand als der Autor des besagten Romans. Denn Robert A. Heinlein hatte die Scharen von langhaarigen Fans, die sich vor seinem Haus tummelten, um dem Erschaffer des Kultbuches Stranger in a Strange Land zu huldigen, bald satt und ließ kurzerhand eine Mauer errichten. Heinlein war in Vielem das genaue Gegenteil von Sturgeon: autoritär, reaktionär, militaristisch. Dass Heinlein und Sturgeon von den frühen vierziger Jahren an trotz aller Gegensätze Freunde waren und blieben, hängt vielleicht auch damit zusammen, dass sie sich eigentlich nicht sonderlich oft sahen. Aber Heinlein erkannte sehr wohl den Freund wieder, als er mit Begeisterung der Figur Robin English durch Sturgeons Erzählung »Maturity« (1947) folgte. Er gratulierte Sturgeon gleich nach dem Erscheinen der Geschichte in einem euphorischen Brief. Diese Euphorie scheint noch präsent gewesen zu sein, als sich Heinlein zwei Jahre später an die Arbeit zu Stranger in a Strange Land machte man vergleiche nur Heinleins Protagonisten Michael Valentine Smith mit Robin English aus »Maturity«. (Für Sturgeon- bzw. Heinlein-Historiker: In einem Brief des 20jährigen Sturgeon an seine Eltern (siehe Quellen), in dem er von seinen Eindrücken und kleinen Erlebnissen in der Großstadt berichtet, werden einige Parallelen zwischen dem realen Theodore S. und den fiktiven Figuren deutlich.) Nach zwei relativ prominenten Beispielen, wie andere den Menschen Theodore Sturgeon literarisch für sich nutzen konnten, kommen wir nun zum weitaus größeren Einfluss, den Sturgeons Arbeiten auf andere Autoren ausübten. Von »It« (1940) angefangen, das zweifellos Pate für Das Ding aus dem Sumpf (und ähnliche Vertreter dieser Art, bis hin zu The Incredible Hulk) gestanden hatte, geht die Liste der Sturgeon-Einflüsse auf die Pop-Kultur weiter über »Microcosmic God« (1941), dem wir zuletzt in der Fernsehserie Die Simpsons begegneten (in einer Petrischale entwickelt sich ein Miniatur-Volk um Lisa Simpsons gezogenen Zahn; die Entwicklung geht rasend schnell vor sich, und bald hat es die Menschheit technisch überflügelt ...), bis hin zu »Killdozer« (1944), dem Fahrzeug mit der unheimlichen Seele, dem der große Sturgeon-Verehrer Stephen King in Gestalt von Christine eine späte Schwester schenkte. So viel zu Sturgeon-Klassikern aus der ersten Hälfte der 40er Jahre. In der zweiten Hälfte schrieb Sturgeon Erzählungen, deren Inhalt Filme vorwegnahmen, die weit über die Genre-Grenzen hinaus bekannt sind: »Mewhus Jet« (1946) kann ohne weiteres als Vorläufer von Steven Spielbergs Riesenerfolg E. T. gelesen werden, und Arthur C. Clarke, der sich offen dazu bekannte, von Sturgeons Arbeit beeinflusst worden zu sein, muss wohl auch die Wächter-aus-dem-All-Geschichte »The Sky Was Full of Ships« (1947) gelesen haben, bevor er sich daran machte, »The Sentinel« (1951) zu schreiben, woraus später in Zusammenarbeit mit Stanley Kubrick 2001 Odyssee im Weltraum (1968) wurde.* Sturgeon hat sich meines Wissens nie öffentlich darüber beschwert, dass manch anderen mit Motiven aus seinen Erzählungen mehr Erfolg beschieden war als ihm selbst. Vielmehr betonte er, dass finanzieller Erfolg nicht der eigentliche Lohn fürs Schreiben sei. Das Gefühl, irgendwo da draußen die Leser erreicht zu haben, sei viel bedeutsamer. |
![]() |
|
Anzeige |
|
| »Fünfzig Jahre lang sprach Sturgeon zu uns
von Liebe, wieder und wieder und immer wieder, ohne sich dabei je zu wiederholen. Ein
grandioser Schriftsteller; ich habe jedes Wort genossen, das je von ihm veröffentlicht
wurde.« Robert A. Heinlein »... mit legendären Fähigkeiten und
unwiderstehlicher Sprachgewalt.« »Wie sehr ich nach seinen Geschichten Ausschau hielt ... wie fiebrig ich
sie gelesen habe, und wie hoffnungslos ich festellen musste, dass meine nie an sie
heranreichen würden.« |
|
Skizze eines LebensGeboren wird Sturgeon am 26. Februar 1918 in Staten Island, New York, als Edward Hamilton Waldo. 1929 wird er von seinem Stiefvater, dem aus Schottland stammenden Lehrer William D. Sturgeon adoptiert, wobei man auch, auf Wunsch der Mutter, den Vornamen des Jungen ändert »Edward« erinnert zu sehr an den gleichnamigen leiblichen Vater des Jungen. Mit dem neuen Namen beginnt ein neuer Lebensabschnitt für Ted, wie man ihn nun überwiegend nennen wird. Die Atmosphäre, in der er mit seinem etwas älteren Bruder Peter aufwächst, ist einerseits geprägt von der finanziellen Not, die die Wirtschaftskrise mit sich bringt, andererseits von der beklemmend strengen Hand und dem Leistungsanspruch des Stiefvaters, den die Brüder mit dessen Spitznamen »Argyll« (nach einer schottischen Grafschaft) anreden dürfen. Argyll ist maßlos auf seinen guten akademischen Ruf bedacht, hochintelligent, lustfeindlich und unerbittlich in der Anwendung der Prügelstrafe, selbst für kleinste und oft nur angebliche Vergehen der Jungen. Profitieren können die beiden aber davon, dass er ihnen nahezu allabendlich anderthalb Stunden laut vorliest, wobei sogar Autoren wie Jules Verne und H. G. Wells zum Repertoire gehören. Weniger Literarisches ist im Hause jedoch streng verboten, und so betritt Theodore eines Tages sein Zimmer, in dem der Stiefvater die heimlich angelegte Sammlung von Science-Fiction-Pulp-Magazinen aufgespürt und in tausend Fetzen über den Fußboden verteilt hat. Andere Interessen und Fertigkeiten des technisch und musikalisch begabten Stiefsohnes werden ähnlich respektlos behandelt. Einmal bastelt Theodore eine raffinierte Radioempfangsanlage auf ein Brett, das er unter die Federung seines Betts montiert. Voller Stolz besucht er einen lokalen Radiosender und berichtet von seiner großartigen Konstruktion. Am selben Abend liegt er im Bett, den Hörer im Ohr, und vernimmt voller Entsetzen, wie Argyll im Wohnzimmer völlig gegen seine Gewohnheit just diesen Sender einstellt. Dann hören beide, wie in der gerade laufenden Sendung über diesen jungen Elektronikfan und sein clever ausgetüfteltes Radio berichtet wird. Argyll wirft die technische Meisterleistung kommentarlos auf den Müll. Eine von Theodore liebevoll restaurierte Ukulele weiß der Stiefvater dem Jungen madig zu machen, und für die aufblühende Begeisterung des Stiefsohnes für Geräteturnen hat Argyll ebenfalls kein gutes Wort übrig. Theodore, der sich durch Sport von einem häufig geprügelten Hänfling in den angesehenen Topathleten seiner Schule verwandelt, träumt derweil schon von einer Karriere als Trapezartist, als er plötzlich mit Gelenkrheumatismus für fünf Monate ans Bett gefesselt wird. Die Krankheit, verbunden mit einer zusätzlichen Herzerweiterung, lässt den Traum des mittlerweile 15jährigen von einer glorreichen Zukunft beim Zirkus zerbrechen. Nachdem er die Highschool absolviert hat er spricht von »Begnadigung« , tritt er der Handelsmarine bei, wo er von insgesamt 4000 Bewerbern zu den 28 Auserwählten zählt und physisch und psychisch in den Tests als Viertbester abschneidet. Nach der (sadistischen) Grundausbildung versucht er, den Dienst zu quittieren, jedoch vergeblich. Er desertiert, wird aufgegriffen und inhaftiert. Schließlich lässt man ihn doch mit einfachen Seemannspapieren ziehen, und er heuert auf einem Frachtschiff an. Auf See beginnt er zu schreiben, pointierte Kurzgeschichten für den Zeitungsmarkt. Phantastische Elemente kommen in diesen vierzig Brotarbeiten noch nicht vor. Sein Science-Fiction-Debüt gibt er schließlich 1939 mit »Ether Breather«. Darin verändern körperlose Ätherwesen die elektromagnetischen Schwingungen, die auf dem Weg vom Sender zu den Fernsehapparaten durch ihre Gehirnmuster rauschen. Die Ätherwesen sind böse Witzbolde, und die Zuschauer zu Hause trauen ihren Augen nicht, was die sonst so netten Darsteller plötzlich auf den Bildschirmen treiben ... Weitere SF-Debütanten 1939: Isaac Asimov, A. E. van Vogt und Robert A. Heinlein. Geschichten aller vier zukünftigen Legenden stehen in dem von John W. Campbell jr. herausgegebenen SF-Magazin Astounding mit zur Wahl von den Lesern zur Besten des Jahres gewählt zu werden. Das Urteil fällt zugunsten Sturgeons, dessen Name sich dank unvergesslicher Stories (»It«, 1940; »Microcosmic God«, 1941) schnell in der Szene etabliert. Um den Lebensunterhalt für sich und seine frisch gegründete Familie (Heirat mit seiner Highschool-Flamme Dorothe im März 1940, Geburt der ersten Tochter im Dezember) zu bestreiten, ist Sturgeon jedoch auf zusätzliche Einkunftsquellen angewiesen. Er betätigt sich u. a. als Lastwagenfahrer, Handelsreisender und arbeitet in einer Glas-Fabrik und in einer Öl-Raffinerie. Bald zieht es ihn mit der Familie nach Jamaika, wo er sich als Manager eines Luxushotels versucht, bis der Kriegseintritt der USA den Touristenzustrom versiegen lässt, und landet schließlich beim Militär. Dort schickt man ihn nach Puerto Rico, wo er als Bulldozer-Fahrer eingesetzt wird, was sich 1944 literarisch niederschlagen soll: Sein spannender Mensch-gegen-beseelte-Maschine-Kurzroman »Killdozer« wird sein bislang einträglichstes Geschäft als Autor. Seine Karriere und sein Leben verlaufen jedoch weniger glücklich. Krisen sind und bleiben seine ständigen Begleiter. Seine Ehe zerbricht, er leidet unter Schreibblockaden, und auf der Suche nach Ausweichjobs wird er nicht immer fündig. SF-Autor Alfred Bester wird später berichten: »Sturgeon und ich haben uns gelegentlich in Bars auf einen Drink getroffen. Teds Art zu schreiben traf genau meinen Geschmack, was ihn in meinen Augen zum besten Autor von uns allen machte. Doch er hatte auch etwas an sich, was mich ärgerte ... Ted lebte regelrecht von Krisen, und wenn er gerade in keiner steckte, dann suchte er sich eine. Sein Leben verlief völlig unorganisiert, weswegen es ihm auch unmöglich war, konstant hervorragende Arbeit zu leisten. Was für eine Verschwendung!« Ein ähnliches Bild wird auch Judith Zissman zeichnen, die Sturgeon 1946 als Agentin betreut. Auf seinen Vorschlag hin greift sie für ihren Künstlernamen auf den Vornamen ihrer Tochter zurück. Nun heißt sie Judith Merril. »Er konnte nicht schlecht genug von sich denken [...] und sein trauriges, laufend wiederholtes Leitthema war: Ich möchte für etwas gemocht oder bewundert werden, was ich tue, nicht für etwas, was ich bin.« Sturgeon versucht, eine ältere seiner Geschichten, »Biancas Hands«, zu verkaufen, doch alle angeschriebenen US-Magazine lehnen die morbid-poetische Arbeit ab, in der sich ein junger Mann mit Todessehnsucht in die mit Eigenleben erfüllten Hände eines geistesschwachen Mädchens verliebt. Schließlich schickt er die Story zu einem Kurzgeschichten-Wettbewerb nach Großbritannien, wo sie den ersten Platz belegt (verbunden mit dem sehr willkommenen Preisgeld von etwas über 1000 Dollar) und im Magazin ARGOSY abgedruckt wird. Platz zwei: eine Erzählung von Graham Greene ... Judith Merril zufolge stellt der Erfolg nicht nur Sturgeons Glauben an seine Fähigkeiten als Schriftsteller wieder her, sondern auch den Glauben an sich selbst; den Spruch »für etwas, was ich tue, nicht für etwas, was ich bin« hört sie jedenfalls nie wieder. Noch im selben Jahr, 1947, erscheint auch die hoch geschätzte Erzählung »Maturity«, in der Sturgeon fesselnd der Frage nachgeht, was Reife überhaupt bedeutet. 1948 wird seine erste eigene Story-Sammlung veröffentlicht: Without Sorcery. 1950 folgt mit The Dreaming Jewels sein erster Roman, in dem der Protagonist, ein Junge mit noch verborgenen außerirdischen Talenten, vor seinem gewalttätigen Adoptivvater flüchtet, bei Freaks in einem Wanderzirkus Unterschlupf findet und von einer zwergwüchsigen Frau etwas über das Wesen wahrer Menschlichkeit lernt. Der Roman wird zwar freundlich aufgenommen, von seinen üblichen Problemen befreit er Sturgeon jedoch nicht. 1952 schreibt er die Erzählung »Baby Is Three«, deren Verkauf an das SF-Magazin GALAXY nicht nur die wirtschaftlichen Grundbedürfnisse der Familie deckt (Sturgeon, dessen zweite Ehe, 1948 mit Mary Mair geschlossen, annulliert wurde, lebt mittlerweile in dritter Ehe mit Frau Marion und erfreut sich eines lebhaften gemeinsamen Sohnes, der nach dem Protagonisten von »Maturity« auf den Namen Robin hört), sondern auch auf begeisterte Resonanz bei den Lesern und Kollegen stößt. Sturgeon erweitert seine neue Erzählung um eine Vorgeschichte und einen abschließenden Teil wobei er auch hier, ähnlich wie in The Dreaming Jewels, autobiographische Fäden in die Handlung einflechtet (man beachte die Figur »Hip Barrows«). Sein berühmtester Roman, More Than Human, ist geboren. Er wird im Herbst 1953 veröffentlicht und gewinnt 1954 den International Fantasy Award. |
![]() |
|
Anzeige |
|
| More Than Human handelt von Ausgestoßenen, einem
Idioten, paranormalen Kindern und dergleichen, die sich zusammenschließen, um zu
überleben, wobei sich die Gruppe als mehr erweist als die Summe ihrer Einzelteile: eine
Wesenheit, die als Homo Gestalt zu einem festen Begriff in der SF-Szene wird. Der
einfühlsam geschriebene Roman, den auch Philip K. Dick zu seinen Favoriten zählt, wird
millionenfach gedruckt und bis heute als einer der wichtigsten SF-Werke überhaupt
betrachtet. In der Branche gilt Sturgeon spätestens jetzt als jemand, der nicht nur
Fragen aufwirft speziell zu Themen wie Liebe und Ethik , sondern auch
Antworten anbietet. Kritiker und Fans sind sich einig, dass der Mann etwas zu sagen hat.
Diese »Something-to-say«-Qualität, die schon in »Maturity« zu erkennen war, ist zu
seinem Markenzeichen geworden. Der so genannte Sturgeon-Touch wird legendär, und
meistens kann der Autor auch fortan seinem Ruf gerecht werden. Einen zusätzlichen Ruf, den des Brechers von Sexualtabus, baut er sich nebenbei auf, indem er 1953 in der Story »The World Well Lost« einen symphatischen Homosexuellen auftreten lässt, im Roman Venus Plus X (1960) von einer Hermaphroditen-Gesellschaft erzählt, die dank ausbleibenden Geschlechterkampfes ein ziemlich glückliches Dasein führt, sowie 1967 von einem Planeten berichtet, der auf der Erde höchst verrucht ist. Zwar ist die Bevölkerung dort freundlich, produktiv und generell mit sich im Reinen, allerdings ist Inzest die Norm. Diese Erzählung heißt »If All Men Were Brothers, Would You Let One Marry Your Sister?« Liest man Sturgeons Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend, stellt man fest, dass er in vielen Fällen des Tabubruchs lediglich Phobien und Anschuldigungen seines Stiefvaters verarbeitet hat. So hielt Argyll dem jungen Theodore vor, dieser wolle laut Sigmund Freud mit seiner Mutter kopulieren. Theodores entrüstetes Verneinen galt Argyll nur als verstecktes Eingeständnis. In einem ausführlichen Brief an den Stiefvater (1952), in dem Sturgeon die äußerst angespannte Beziehung der beiden zueinander rekapituliert, wiederholt er viele Jahre später, was er schon als Junge antwortete. Dieses Mal fügt er jedoch hinzu, das Inzest-Tabu könne ihn heute nicht mehr erschrecken, und sollte er seine Mutter je sexuell begehren, so würde er sich sicherlich als hervorragender Liebhaber erweisen. Sein Ruf als Schriftsteller, schreibt Sturgeon dem Stiefvater, sei zum großen Teil darauf zurückzuführen, dass er Menschen allen Menschen! tiefe und leidenschaftliche Zuneigung sowie Respekt entgegenbringe. Und das führt er auf den ganzen Hass zurück, den Adressat Argyll in »Anspruch« nimmt. Sturgeon möchte den Brief als Mittel zur Katharsis verstanden wissen, nicht als Akt der Rache. Er schreibt, er könne sich sogar vorstellen, den gealterten Argyll symphatisch zu finden, wäre da nicht die Erinnerung an den von früher. Als Sturgeon wenige Monate später erfährt, dass der Stiefvater im Sterben liegt, schickt er ihm ein Telegramm und zwar ein freundliches. In den 50er und 60er Jahren verfasst der Lohnschreiber Sturgeon u. a. Romanfassungen zu zwei Western und zum SF-Film Voyage to the Bottom of the Sea sowie als Ghostwriter einen Roman der Ellery-Queen-Reihe. Er lebt mal auf der Karibik-Insel Grenada, mal in Woodstock, mal in Los Angeles, schreibt Artikel, Buchrezensionen und immer seltener Stories. Nach seinem Sammelband Starshine (1966) zieht er sich vom Story-Markt zurück und beginnt fürs Fernsehen zu schreiben (u. a. für Star Trek). Als sich Fans und Kritiker allmählich fragen, was wohl aus ihm geworden sein mag, erscheint die einfühlsame Erzählung »Slow Sculpture«, die 1970 den Nebula und im Jahr darauf den Hugo Award gewinnt und in eine neue, anspruchsvolle Sammlung aufgenommen wird, die adäquat Sturgeon Is Alive and Well ... (1971) betitelt ist. Von 1972 bis 1974 schreibt er Rezensionen für GALAXY, dann Kolumnen für die NEW YORK TIMES BOOK REVIEW. 1976 bereist er Europa und ist ab 1977 immer wieder auf Lesetour, gibt Schreibkurse an Universitäten und schreibt, teilweise kostenlos, fürs Theater. Sein 1979 erscheinender Story-Band The Stars Are the Styx widmet er seiner neuen und letzten Lebensgefährtin Jayne Tannehill, die, wie schon ihre Vorgängerin Wina, Sturgeons Namen annimmt. Auf dem Papier bleibt Sturgeon jedoch für den Rest seines Lebens mit Marion verheiratet, mit der er vier seiner insgesamt sieben Kinder hat. Sturgeon war nicht nur ein kultivierter Vordenker der Love-and-Peace-Bewegung, er bleibt auch weiterhin ein »Gentleman mit Hippie-Idealen«, wie ihn Robert Sheckley beschreiben wird. Mit Pferdeschwanz und in Schlaghosen, die er noch 1980 trägt, als diese bereits als völlig out gelten, diskutiert er in seinen Kursen mit Studierenden, denen manche Schranke auf dem Weg des freien Denkens mittlerweile erspart sein mag, andere jedoch geblieben oder gar neu hinzugekommen sind. Sturgeons Philosophie ist die Liebe, sein persönliches Leitmotto baumelt in Form eines Amuletts an seinem Hals: der Buchstabe Q, durch den von links nach rechts ein Pfeil geht, der dazu animieren soll, den Dingen mit dem Mittel des ständigen Nachhakens wirklich auf den Grund zu gehen: »Ask the next question!« »Stell die nächste Frage!« Er, der so viel Zeit hinter der Schreibmaschine verbrachte, um Menschen zu erreichen, erfährt auf zahlreichen SF-Conventions von Autorenkollegen und Fans persönlich, dass ihm das offensichtlich sehr häufig gelungen sein muss. Für viele ist er eine Legende, einer, der sie in ihren tiefsten Gefühlen versteht. Manche zeigen aber auch, dass sie ihn nicht verstanden haben können, indem sie ihm glühend das Attribut anhängen, er selbst sei »more than human«. Dabei ist es nie Sturgeons Bestreben gewesen, über-menschlich zu sein. Im Gegenteil, ganz und gar Mensch wollte er sein, im denkbar besten Sinne. »Ich schreibe, was ich schreibe, um einen Weg nach Hause zu finden«, wird er einmal zitiert. In seinen letzten Jahren scheint er sich in seinem Leben ziemlich heimisch zu fühlen, denn Sturgeon-Geschichten werden ausgesprochen rar. Seine wohl allerletzte Geschichte schreibt er für ein Projekt seines Freundes Harlan Ellison, der ihn deswegen auf Hawaii anruft. Eigentlich geht es darum, dass Sturgeon die Exemplare der limitierten Sonderauflage signieren soll, doch Sturgeon, der unter einer starken Lungenfibrose leidet (man munkelt, der Aufenthalt auf der Insel sei von Robert A. Heinlein finanziert, damit das warme Klima Sturgeons Leiden lindert), nutzt das Gespräch für einen anderen Zweck. Bedingt durch die Lungenkrankheit kostet es Sturgeon einige Mühe, dem Freund in Los Angeles eine Bitte vorzubringen: Ellison solle seinen Nachruf verfassen. »Dont be a pain in the ass, Ted«, antwortet dieser dass es mit dem großen Mann im hinfälligen Körper zu Ende gehen soll, will er einfach nicht wahrhaben. Aber Sturgeon besteht auf einer Zusage, und schließlich erhält er sie. Wenige Tage später kommt Ellison spät abends nach Hause und findet eine Nachricht auf seinem Anrufbeantworter. Sturgeon ist nach Hause, nach Oregon zurückgekehrt. Die heiser gesprochenen Worte haben dem 67jährigen Mann noch einmal alles abverlangt, jede Silbe hat er einzeln auf das Band sprechen müssen. Ellison vernimmt Grüße aus dem Lautsprecher und die Erinnerung an das gegebene Versprechen. Es sind die letzten Worte Theodore Sturgeons an den Freund. Am 8. Mai, zwei Monate nach dem ursprünglichen Versprechen, klingelt bei ihm das Telefon. Es ist Jayne Tannehill Sturgeon mit einer traurigen Nachricht für den exzentrischen Schriftsteller, in dessen Stadt es seit einer Stunde regnet. In Eugene/Oregon ist soeben ein Mann gestorben, dessen Nachruf für jeden, der seine Arbeit kennt, und mehr noch für jeden, der den Menschen kannte, eine ungeheuer qualvolle Aufgabe sein muss. Harlan Ellison ist mit Werk und Mensch vertraut; so wohl vertraut, dass er in die Luft geht, als er vor der Niederschrift des Nachrufs beim Herald Examiner anruft, damit man dort schon einmal die Nachricht über Sturgeons Tod drucken kann, und die Stimme am anderen Ende der Leitung fragt: »Können Sie mir sagen, wofür er bekannt war? Hat er irgendwelche Preise gewonnen?« Auszurasten ist für Ellison nichts Ungewöhnliches. Sein Ruf als Wüterich eilt ihm stets voraus. Doch dieses Mal verspürt er einen Zorn wie noch nie zuvor: »Hör mir mal zu, Kleiner [...] niemand, der je The Dreaming Jewels oder More Than Human oder Without Sorcery gelesen hat, ist heil davongekommen, denn er konnte dir das Herz quetschen, bis du nicht mehr weiterwusstest, und er war einer der besten Schriftsteller der letzten 50 Jahre, und die Tragödie seines Todes ist, dass Du nicht weißt, wer zum Teufel er war!« Damit wirft Harlan Ellison den Hörer auf die Gabel, zornig über diese Ignoranz und noch zorniger darüber, dass Ted sich einfach so davongemacht hat und dass er nun versuchen muss, etwas zu schreiben, obwohl er gar nicht weiß, was er schreiben soll, und er ist rasend vor Wut, dass Sturgeon ihm diese Ungeheuerlichkeit aufgebürdet hat, nämlich einen Nachruf auf einen Menschen zu schreiben, der das selber besser hätte machen können, der selber überhaupt so ziemlich alles hätte besser schreiben können als er, Harlan Ellison, oder sonst jemand. |
![]() |
|
Anzeige |
|
| »Intelligente, menschliche, aufwühlende
Geschichten, die alle wunderbares Staunen in uns hervorrufen. Sturgeons Geschichten sind
Schätze aus dem Elfenland.« Carl Sagan »Die Worte Live long and prosper wurden von Ted
Sturgeon geschrieben, einem wundervollen Dramatiker mit dem Herzen eines Poeten, in seinem
herrlichen Skript zu Amok Time vermutlich die Star-Trek-Episode,
die bis heute die größte Resonanz erhalten hat.« »Die Magie in Theodore Sturgeons Werken liegt in seinem Verständnis für
die vielen Spielarten dessen, was es heißt, ein Mensch zu sein.« |
|
NachklangNatürlich schrieb Ellison seinen Nachruf, und zahlreiche andere taten es ihm gleich. Alle zollten Sturgeon ihren Respekt, man hob seine Freundlichkeit hervor, seine menschliche Wärme, erinnerte sich an die zahllosen Male, als er seine Gitarre auspackte und mit klangvoller Tenorstimme leicht unanständige Songs zum Besten gab, an den Pfeifenraucher mit dem nach Trauben riechendem Qualm und an den überzeugten Nudisten Sturgeon, der selbst dann splitternackt an die Tür ging, wenn viktorianisch gesinnte Keksverkäuferinnen geklingelt hatten. Dabei galt Sturgeon in Freundeskreisen selber als etwas viktorianisch, sprich prüde. Er war ein Mann voller scheinbarer Gegensätze, die Judith Merril einmal so zusammenfasste: »Snobistisch und vulgär, ein Athlet und Ästhet, ein Mystiker und Mechaniker, distanziert und fröhlich, bescheiden und arrogangt, maniriert und äußerst zuvorkommend ein manikürter Nudist, ein Mann von eleganter Natürlichkeit, gedankenvoller Schlichtheit, antrainierter Ungezwungenheit und geplanter Spontaneität [...]. Der Mann hat Stil.« Und er hatte enormes Talent, das er immer wieder dazu nutzte, uns in den erstaunlichsten Geschichten an die heilsame Kraft der Liebe zu erinnern. Dabei schwang er sich in den fünfziger Jahren in seiner Phantasie zu seinen hochfliegendsten Träumen empor, sah am Ende von More Than Human (1953) schon die gesamte Menschheit in telepathischer Eintracht, zeigte in The Cosmic Rape (1958), welche Vorzüge diese geistige Vernetztheit mit sich bringen könnte, und ließ mit dem seligmachenden Prinzip in »The Skills of Xanadu« (1956) das Volk eines fremden Planeten gleich die ganze Galaxis mit Einsicht und Liebe »erobern«. Es war die optimistischste Dekade seiner Schriftstellerkarriere. In den 60ern, als der Vietnam-Konflikt immer weiter eskalierte und Sturgeon für Star Trek schrieb, erfand er für diese fiktive Zukunft die Prime Directive, die »Erste Direktive«, die Captain Kirk und Co. verbietet, sich in die »normale Entwicklung außerirdischen Lebens und fremder Kulturen« einzumischen. Die Erste Direktive setzte sich oft nicht einmal in der Fernsehserie durch, geschweige denn, dass sie bis heute in der wahren Welt Spuren hinterlassen hätte. Der späte Sturgeon ist nach wie vor ein Menschenfreund und behandelt sein Thema Nächstenliebe. Wie schwer es diese mittlerweise in der komplexen und kalten Welt hat, zeigt er uns in »Brownshoes« (1969) und »Slow Sculpture« (1970). Sturgeon ist skeptischer geworden. In seiner Story »Harrys Note« (1977) lässt er »seiner« Menschheit sogar ein trauriges Zeugnis ausstellen: Sie habe in ihrer Evolution in Sachen »Mitgefühl« unwiderruflich den Zug verpasst. In Godbody (1986 posthum erschienen), seinem letzten Roman und eine Art Testament, an dem er 18 Jahre lang bis kurz vor seinen Tod geschrieben hat, plädiert er noch einmal für die Liebe, die die Welt retten könne, wenn man sie nur ließe. »Ted hat Menschen wirklich glücklich gemacht«, sagte Brian W. Aldiss. Über Godbody schrieb Stephen King: »Sie werden dieses Buch nicht nur mit Freude lesen, Sie werden ein besserer Mensch werden.« Das ließe sich auch über andere Werke Sturgeons sagen. Eines rettete sogar ein Leben: »Er schrieb eine Geschichte, die mich vor dem Selbstmord bewahrt hat«, erzählte SF-Autor Spider Robinson über Sturgeon. Die besagte Geschichte war »A Saucer of Loneliness« (1953), und Robinson war 16 Jahre alt, als er sie las. Was Sturgeon wohl mit IHNEN anstellen könnte, wenn Sie ihn nur ließen wenn Sie ihn nur läsen! © 2003 by Michael Roth & Shayol |
![]() |
Vorrangig zur Erstellung dieses Textes verwendete Quellen:In einer Truhe aus dem Nachlass Sturgeons fand man neben zahlreichen anderen Manuskripten einen Text von etwa fünfzig Seiten, in dem Sturgeon seine Kindheit und Jugend beschreibt. Die Erinnerungsschrift stammte aus dem Jahr 1965 und sollte Sturgeons Psychotherapeuten als Grundlage einer Behandlung dienen. Sturgeon, der, wie erwähnt, immer wieder unter quälenden Schreibblockaden litt, führte diese zumindest teilweise auf Kindheitstraumata zurück, die von seinem despotischen Stiefvater herrührten. Sturgeons Tochter Noël publizierte diesen Text 1993 als Heft, zusammen mit einem Brief ihres Vaters an den Stiefvater (Argyll A Memoir, The Sturgeon Project, Pullman, Washington). Im Jahr darauf folgte der erste Band der seither fortlaufenden Reihe The Collected Stories of Theodore Sturgeon (North Atlantic Books, Berkeley, California). Diese liebevoll aufgemachten Bücher, die etwa im Jahresabstand erscheinen, sind jeweils mit mindestens einem Vorwort versehen und bieten dank detaillierter Anmerkungen des Herausgebers und Sturgeon-Kenners Paul Williams wertvolle Zusatzinformationen zu Autor und Werk, oft aus persönlichen Briefen Sturgeons. 1981 erschienen je eine Einzelveröffentlichung unter dem Titel Theodore Sturgeon von Lucy Menger (Frederick Ungar Publishing Co., New York) und Lahna Diskin (als Starmont Readers Guide # 7, Mercer Island, Washington), in denen sich die Autorinnen hauptsächlich mit Sturgeons Werk auseinander setzen. Aktuell ist Judith Merrils Autobiographie Better to Have Loved posthum veröffentlicht (und mit dem Hugo ausgezeichnet) worden, in der die Science-Fiction-Autorin Sturgeon, mit dem sie in den späten 40er Jahren eine Affäre hatte, ein eigenes Kapitel widmet (Sturgeon hatte nicht nur kurzzeitig als ihr Förderer und Agent gewirkt, die beiden blieben auch bis zu seinem Tod befreundet). © Michael Roth |
|
| Alle Rechte vorbehalten. Dieser Text ist, wie alle Texte in epilog.de, durch das Urheberrecht geschützt. Die unautorisierte Reproduktion, auch in Online- und Offlinemedien, ist verboten und wird straf- und zivilrechtlich verfolgt. |
| ALIEN CONTACT 57 |
| © copyright
1990-2010 by EPILOGmedia Alle Rechte vorbehalten eMail: dialog@epilog.de 28.08.10 02.09.10 |
|