- »Mich überrascht, wie erfolgreich Der Herr der Ringe und Harry
Potter sind. Beides sind eskapistische Fantasien, das war Star Trek nie. Ich
hatte eine positivere Resonanz auf die Thematik unseres Filmes Star Trek: Nemesis
erwartet, aber wenn man sich die Einspielergebnisse in den USA anschaut, ist dem nicht so.
Das mag damit zusammenhängen, dass die echte Welt uns zu gefährlich geworden ist.
Mittelerde und Hogwarts sind in solchen Zeiten offenbar anziehender und tröstlicher als
die Realitäten, die sich in der Konfrontation von Föderation und Romulanern spiegelt.«
- Patrick Stewart
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Patrick Stewart
Foto: UIP / Norbert Kesten |
- »Seit der Jahrtausendwende gibt es wieder ein starkes Interesse an der
Fantasy-Literatur. Die Fangemeinde ist stabil und tauscht sich rege aus - Erfolge
entstehen daher meist über Mundpropaganda.«
- Sascha Mamczak
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- »Man verabschiedet sich von der skeptischen Science Fiction der neunziger
Jahre, von schwachen, selbstzweifelnden Weltraumfahrern, von den Themen der
Nicht-Identität und der Ich-Dekonstruktion, die Genre-Kino und -Literatur gleichermaßen
bestimmten - nicht nur bei Star Trek, aber dort in besonderem Maße. Die Zeit der
Selbstbefragungen ist vorbei. Mit Captain Picard, der nun von der Brücke geht, nehmen
auch wir unseren Abschied von den 90er Jahren. Vom Frieden.«
- Jens Balzer
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- »Nicht die Fantasy ist erwachsener geworden, sondern die Gesellschaft
infantiler. Grönemeyers Aufruf 'Kinder an die Macht' hat sich erfüllt. Die Kinder sind
jetzt Angestellte und tragen nur in ihrer Freizeit Elbenohren aus Plastik.«
- Thomas Lindemann
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- »Noch sind wir in der glücklichen Lage, dass jeden Monat mehr gute SF- und
gelegentlich auch Fantasy-Romane erscheinen, als ein Mensch für gewöhnlich lesen kann.«
- Hannes Riffel
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- »Fantasy trifft es eigentlich nicht, das grenzt das Ganze zu sehr auf Elfen und
Drachen ein. Ich ziehe die Bezeichnung Phantastik vor. Alles, was einen halben Schritt in
der Wirklichkeit steht, das mag ich.«
- Wolfgang Hohlbein
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- »Ich komme mir wie ein Betrüger vor, wenn ich sage, dass ich SF-Autor bin,
weil ich eigentlich Fantasy schreibe. Aber wenn ich sage, dass ich Fantasy schreibe,
denken die Nachbarn, es hat etwas mit Peitschen und Leder zu tun.«
- Tim Powers
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- »Wer Details der Zukunft prophezeit, begibt sich leicht in gefährliche Nähe
zum intellektuellen Rotlichtmilieu, in dem man zu anrüchigen Meinungen und starken
Überzeugungen in schummrige Lokale gelockt wird. Man geht dorthin, um etwas Neues zu
erleben und trifft doch immer nur die gleichen.«
- Jens Bisky
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