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| ALIEN CONTACT 60 |
| Science Fiction Alien Contact |
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| Roland Emmerich nutzt für seinen Film The Day After Tomorrow einen mehr als ernsten Hintergrund. Die CIA hat die Folgen des Klimawandels als größte Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA analysiert. 100 Jahre bleiben der Bevölkerung dieses Planeten, um eine Unterbrechung des Golfstroms und damit eine neue Eiszeit zu verhindern. Eine Aufgabe von solchen Dimensionen scheint den Einzelnen zu überfordern. Jenseits von Science-Fiction-Visionen gibt es jedoch für jeden von uns Möglichkeiten, unseren Teil zur Vermeidung der Katastrophe beizutragen. | ![]() Foto: 20th Century Fox |
![]() Foto: 20th Century Fox |
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Wie ist die Lage?Vor nur wenigen Jahren klangen die Vorhersagen der Klimaforscher für uns Nordmenschen gar nicht so übel: Das Treibhausgas in der Atmosphäre heizt unseren Planeten stärker auf als bisher. Als Folge wurden in einer Fernsehdokumentation ernsthaft Orangenhaine in Norwegen vorgestellt. Klar, dass es auch in dieser Variante Überschwemmungen und Sturmfluten gibt. Und die Bewohner kleiner Inselstaaten haben eben Pech und müssen umgesiedelt werden. Jetzt sieht das alles ganz anders aus: Wenn das von den Polen abgeschmolzene Süßwasser den Golfstrom abbrechen lässt, droht uns eine Eiszeit, die in den betroffenen Regionen alles Leben unter dicken kalten Schichten begräbt. Als Fluchtraum blieben uns nur die südlichen Gegenden, in denen die einheimische Bevölkerung jetzt schon hungert. Durch eine solche Katastrophe würde unsere Zivilisation zusammenbrechen. Dieses Szenario ist unter Forschern umstritten. Wie die Zeit allerdings richtig geschrieben hat, sollte Unsicherheit in diesem Punkt Vorsicht zu Folge haben und nicht etwa Sorglosigkeit. Man kann Roland Emmerich ohne weiteres Panikmache vorwerfen, wenn er in The Day After Tomorrow die drohende Abkühlung in die Jetztzeit verlegt und bei weitem zu schnell stattfinden lässt. Darüber hinaus droht die Eiszeit nicht den Amerikanern, sondern uns in Europa! Ein bisschen Panik schadet den größten CO2-Produzenten der Welt aber sicher nicht. Wir sind unsererseits durch die Hochwasser an Oder und Donau gewarnt. Die Frage jedoch ist: Wie verhindern wir den für das Jahr 2100 prognostizierten Weltuntergang? |
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Was kann getan werden?Die Lösung ist bekannt! Sie muss nur angewandt werden. Um die Verbrennung fossiler Brennstoffe zu vermeiden, sollen Solarenergie, Windkraft und Biomassen-Energie die wichtigsten Energiequellen des 21. Jahrhunderts werden. Insbesondere die Nutzung der Sonnenenergie soll in den nächsten Jahrzehnten exorbitant ansteigen und am Ende des Jahrhunderts etwa 60 Prozent eines Energieverbrauchs decken, der doppelt so hoch ist wie heute so die Prognosen der Energieforscher. In jeder Stunde bestrahlt die Sonne die Erde mit so viel Energie, wie die Weltbevölkerung an einem ganzen Tag verbraucht. Mit Biomasse ist die Nutzung biologischer Ressourcen gemeint. Im simpelsten Fall ist das nachwachsendes Brennholz. In modernen Faultürmen kann aber auch aus landwirtschaftlichen Abfällen Biogas entstehen, das sauber verbrennt. Sogar Wasserstoff kann auf diese Weise hergestellt werden. Und der stellt den Schlüssel für die Verteilung von Energie dar. Da Wind- und Sonnenenergie nicht konstant zur Verfügung stehen, soll der Strom zum Teil über transkontinentale Distanzen mit Hochspannungsleitungen in die Absatzmärkte geleitet und dort zur Elektrolyse von Wasser verwendet werden. Durch diese elektrochemische Aufspaltung entstehen Sauerstoff und Wasserstoff. Letzterer wandert als Energieträger durch Pipelines zu den Verbrauchern. In Brennstoffzellen wird er mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft »kalt verbrannt«, wodurch Strom und Wasserdampf entstehen. Sie müssen nicht weit befördert werden, sondern können direkt vor Ort zur Stromversorgung und Heizung genutzt werden. Der ansonsten nicht so umweltfreundliche US-Präsident will für die Entwicklung dieser Technik 1,7 Milliarden US-Dollar ausgeben, damit sein Land von ausländischen Ölreserven unabhängig wird. Forscher haben sich inzwischen damit beschäftigt, dass eine Brennstoffzelle, die als Antrieb für ein Elektroauto dient, ein kleines Kraftwerk von 1,5 Kilowatt Leistung darstellt. Man stelle sich vor, auf jedem Parkplatz wäre ein Anschluss an eine Wasserstoffpipeline vorhanden. Die Brennstoffzelle kann während der üblicherweise sehr langen Standzeiten des Wagens laufen. Der Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist und dem Stromverbrauch des Wagenhalters gutgeschrieben. Wenn ein Fünftel aller Autofahrer in den USA diese Möglichkeit nutzen würde, bräuchte das Land theoretisch keine Kraftwerke mehr. Die Verbraucher könnten dezentral ihren Strom selber herstellen. Energieversorgungsunternehmen wären nur noch für die Verteilung und Abrechnung erforderlich. In der wundervollen Welt der Zukunft können wir noch mehr Energie verbrauchen, als zurzeit, ohne Schadstoffe oder CO2 zu produzieren vorausgesetzt, dass sich die Industrie tatsächlich um diese Pläne kümmert. Natürlich gehen die Visionen der Science-Fiction-Autoren weit über solaren Wasserstoff hinaus. Der Golfstrom kam bisher nicht in Eiszeit-Visionen vor, sondern in Plänen zum Antrieb riesiger Turbinen. Nachdem vor Schottland das erste Wellenkraftwerk in Betrieb gegangen ist, erscheint das nicht abwegig. Eine weitere Rolle spielt die Kernfusion, bei der im Gegensatz zur Kernspaltung kein radioaktiver Abfall zurückbleibt. Sie stellt den Versuch dar, die Prozesse in der Sonne auf der Erde nachzubilden. Gelungen ist dies mit der Wasserstoffbombe. Zu friedlichen Zwecken ist diese Methode extrem schwierig umzusetzen. Es bleibt auch ein nukleares Restrisiko, sollte der Reaktor beschädigt werden und Strahlung austreten. Die bei Star-Trek-Autoren beliebte Antimaterie müsste schon irgendwo im Weltraum vorkommen, damit man sie wirtschaftlich nutzen kann. Sie zerstrahlt bei Kontakt mit normaler Materie, wobei die gesamte Masse in Energie umgewandelt wird. Bei der Kernfusion, der bisher besten Methode, sind es gerade mal 5%. Wir können Antimaterie künstlich herstellen, wenn auch in noch viel zu kleinen Mengen. Dazu müsste allerdings mehr Energie hineingesteckt werden, als herauskommt. Antimaterie wäre so eher ein zukünftiger Energieträger für Raumschiffe als eine Energiequelle. Das energietechnische Prunkstück der Science-Fiction-Literatur ist natürlich die Dyson-Sphäre. Der amerikanische Astronom Freeman Dyson ging davon aus, dass fortgeschrittene Zivilisationen die Energiequellen ihres ganzen Sonnensystems nutzen. Dazu würden sie nach seiner Vorstellung eine rotierende Kugel bauen, die ihre Sonne umschließt und auf deren Innenseite sie einen gewaltigen Lebensraum vorfinden. Die Sonnenenergie würde optimal ausgenutzt so optimal, dass überschüssige Hitze zur Außenseite der Kugel abgeleitet werden müsste. Dadurch wird das System zu einer Quelle infraroten Lichts. Dysons Schlussfolgerung lautete, dass man nach solchen Infrarot-Quellen suchen müsse, um fremde Zivilisationen im Weltall zu entdecken. Die Probleme, die beim Bau einer Dyson-Sphäre auftreten würden, sind so groß, dass wir sie in absehbarer Zeit nicht lösen können. Die Theorie wurde inzwischen modifiziert. Danach könnte es sich eher um eine Dyson-Wolke handeln, eine kugelförmige Anordnung aus Millionen kleiner künstlicher Welten, die die zentrale Sonne umgeben. |
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Warum wird nichts getan?Jeder Reform stehen die beharrenden Kräfte entgegen, die von der alten Ordnung der Dinge profitieren. Doch man sollte es sich nicht zu einfach machen: Shell und Esso sind längst in die Erforschung der Solarenergie und der Wasserstoffwirtschaft eingestiegen. Irgendwann werden die fossilen Energieträger schließlich versiegen. In Deutschland wurde auf einer Konferenz die Umstellung des Tankstellensystems auf Wasserstoff diskutiert. Die ersten Wasserstoff-Autos waren von Daimler-Chrysler, Opel, BMW, Honda und Toyota bereits für das nächste Jahr angekündigt. Jetzt sollen sie 2007 kommen. Den Auto-Herstellern läuft jedoch der Zielzeitpunkt für die Markteinführung der Brennstoffzellen-Autos ständig davon. Es entstehen immer neue Schwierigkeiten bei der Entwicklung, an die noch keiner gedacht hatte. Deshalb soll mit Hybrid-Autos ein Zwischenschritt versucht werden. Diese Fahrzeuge laufen mit einem kombinierten Antrieb, der aus einem Diesel- und einem Elektromotor besteht. So wird die elektrische Antriebstechnik für die Wagen bereits entwickelt und eingeführt. Zwei japanische Hybrid-Autos gibt es inzwischen zu kaufen. Roland Emmerich und sein Hauptdarsteller Dennis Quaid haben sich je eins zugelegt. Es ist auch in The Day After Tomorrow kurz zu sehen. Mit diesem fortschrittlichen Produkt verknüpft Emmerich allerdings auch seine eigene kleine Verschwörungstheorie. Die Karosserien der Wagen seien so hässlich, damit sie sich eben nicht durchsetzen und weiter Mineralöl verkauft werden kann. Diese Vermutung äußerte der Regisseur, von dessen grüner Vergangenheit wir lange nichts wussten, in einem Spiegel-Online-Interview. Klar ist, dass in den USA weiter Milliarden von Dollar mit Öl gemacht werden. Nach populären Theorien kann amerikanisches Petro-Kapital Präsidenten kaufen und sie zur Eroberung von Ländern am persischen Golf veranlassen. Auf jeden Fall ist es schwer, risikoreiche und kostenintensive Reformen gegen Konzerne durchzusetzen, die gut verdienen. Ihre eigene Argumentation zielt immer auf den Verbraucher, der kaum bereit sein dürfte, einen Sprit zu kaufen, der derzeit noch fünfmal so teuer ist wie Benzin. Erneuerbare Energie und Wasserstoff müssen billiger werden. Um das zu erreichen, muss mehr in die Forschung gesteckt werden. Dazu ist viel Lobby-Arbeit durch die Umwelt-Organisationen nötig. Sie muss Früchte tragen, bevor es zu spät ist. Und sie muss die richtigen Angebote machen, statt Rückschritte zu propagieren. Eine Welt ohne Industrie, Individualverkehr oder beheizte Wohnungen kann nur ähnliche Verheerungen verursachen wie die drohende Klimakatastrophe. Sie ist auch nicht durchsetzbar. Frühere Energieträger wie die Steinkohle sind auch nicht umweltfreundlicher. Nur umwelttechnisch sinnvolle Innovationen bieten eine Lösung. |
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Was kann ich tun?Müssen wir jetzt alle warten, bis Politik, Wirtschaft und Verbraucher vernünftig geworden sind, bevor irgendetwas gegen die Klima-Katastrophe getan werden kann? Ganz so ist es nicht. Jeder kann selbst etwas zur Verringerung des CO2-Ausstoßes beitragen. Das Magazin P.M. hat einen Maßnahmenkatalog veröffentlicht, der sich zu Hause leicht umsetzen lässt: Strom allgemeinEtliche Geräte werden heute so hergestellt, dass man sie nicht mehr abstellen kann. Man kennt das noch vom Radiolautsprecher, der selbst dann noch unter Strom steht, wenn das Gerät scheinbar ausgestellt ist. Diese heimlichen Stromfresser gibt es in immer mehr Bereichen, weil es für die Firmen billiger ist, keine entsprechenden Schaltstufen mehr einzubauen. Dies schädigt die deutsche Volkswirtschaft jährlich um 2,3 Milliarden Euro. Zwei Atomkraftwerke könnten komplett eingespart werden, wenn dieser völlig überflüssige Teil des Themas wegfallen würde. Für den einzelnen Haushalt macht dies 10 Prozent des Stroms aus. Während einige Geräte ständig weiterlaufen müssen (Kühlschränke, Anrufbeantworter, Videorecorder, die sonst ihre Daten verlieren), kann man alle anderen an Mehrfachsteckdosen anschließen, die einen eigenen Schalter haben und sie so auf einen Schlag vom Stromnetz trennen. Für Geräte, die selbst wenig Strom verbrauchen, gibt es inzwischen verschiedene Prüfsiegel. KücheDas Erhitzen von Wasser geht in der Küche am sparsamsten in Geräten vor sich, die extra dafür konstruiert worden sind. Wasserkocher für den Tee und Eierkocher für das Frühstück verbrauchen weniger Strom als ein Topf. Warmhalteplatten an Kaffeemaschinen sind ein teurer und überflüssiger Luxus. An ihrer Stelle sollte man wieder mehr Thermoskannen und Kaffeewärmer verwenden. Bei Gerichten bis 400 Gramm ist die Mikrowelle sparsamer als der Herd, bei größeren umgekehrt. WaschenWäsche wird allgemein bei 60° genauso sauber wie bei 90°. Vorwaschgänge sind fast immer überflüssig. Sparprogramme für halbe Beladung sind nur scheinbar sinnvoll. Die Maschine sollte immer gut gefüllt sein. LichtLeuchtstofflampen verbrauchen ein Fünftel des Stroms, den Glühfadenlampen fressen. Dafür halten sie achtmal so lang. ComputerIn den Betriebssystemen lassen sich inzwischen die Energieoptionen für den Computer einstellen. Bildschirmschoner, die schöne bunte Bilder zeigen, sind inzwischen überflüssig. Da ist es besser, den Bildschirm ganz abstellen zu lassen, ebenso die Festplatten, wenn sie drei Minuten lang nicht angesprochen werden. Das ganze System kann auf Stand-by oder in einen Ruhestatus versetzt werden. Daraus lässt es sich mit einem Knopfdruck wieder hochfahren, ohne dass Daten verloren gehen. HeizungSchon seit der Ölkrise von 1973 ist bekannt, dass eine Wohnung gut gedämmt sein sollte. Der örtliche Baumarkt kann helfen, die richtigen Dämm-Matten für Wand und Dach auszusuchen. Manchmal hilft schon ein anderer Türschweller für die Wohnungstür, damit die Wärme nicht durch den Spalt darunter entweichen kann. Die Heizkörper dagegen sollten unverhängt und unverstellt sein. Sonst gehen 20% der Energie verloren. Das Verbraucherverhalten ist für jeden interessant, auch für jene, die kein Eigenheim oder kein handwerkliches Talent besitzen. Das Absenken der Raumtemperatur von 24 auf 20 Grad spart ein Fünftel der Heizenergie ein. Kurzes und kräftiges Durchzugslüften ist besser, als den ganzen Tag das Fenster angelehnt zu lassen. Nachts sollte die Heizung nicht völlig abgestellt werden sondern auf niedrigem Niveau laufen. Es kostet zu viel Energie, die Temperatur am nächsten Tag wieder aufzubauen. Das Gleiche gilt bei längerer Abwesenheit. Wenn die Vorhänge bereits am frühen Abend zugezogen werden, hilft dies ebenfalls bei der Dämmung. BadHier sollte es zugehen wie beim Lüften: kurz und kräftig. Wer auf diese Weise duscht, tut seinem Organismus einen größeren Gefallen, als wenn er lange in der Badewanne bleibt. Und Energie wird auch gespart. Wer diese Maßnahmen angesichts der Größe der Thematik kleinlich findet, muss nur mal anfangen, zu multiplizieren. Eine vierköpfige Familie kann durch diese Maßnahmen ihre CO2-Produktion um ein Drittel senken. Wenn alle das machen würden, wäre der Effekt entsprechend. »Machen sie aber nicht«, lautet dann der ständige Einwand. Und die Antwort muss lauten: »Dann scheitert es an Leuten wie dir.« Mit Scheitern ist der Untergang unserer Zivilisation durch den Klimawandel gemeint. Wen das noch nicht überzeugt, der kann sich ja das Argument zu Eigen machen, das bisher noch jeden Verbraucher überzeugt hat: die Kosten. Allein durch das Ausschalten von heimlichen Stromfressern kann ein Durchschnittshaushalt jährlich zwischen 77 und 155 Euro sparen! Bis jetzt glauben nur 23% der Deutschen, dass ihr Verhalten etwas zum Klimaschutz beitragen kann. Wenn wir weiter so angenehm leben wollen wie bisher, muss sich das ändern. Schließlich kann nur der, der alles ihm Mögliche unternommen hat, guten Gewissens verlangen, dass Wirtschaft und Politik ihre Pflicht tun. |
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