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| ALIEN CONTACT 64 |
23. März 1928 - 12. Februar 2005
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Alien Contact Personen-Lexikon |
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| Obgleich das Interesse für wissenschaftlich-phantastische Literatur - wie
die Leselust im Allgemeinen - im Leseland Deutschland kränkelt, ebbt die Flut
überwiegend amerikanischer Werke - bei etlichen ist die Zuordnung zur SF zweifelhaft -
auf dem hiesigen Markt nicht ab. Viele davon sind weltfremd, das heißt, unserer Welt
fremd, verquicken wenig Science mit sehr viel Fiction oder gar Zauberei, scheren sich
oftmals den Teufel um realistische Grundlagen. Der Unterhaltungswert solcher Geschichten
für Liebhaber sei jedoch nicht bestritten. Nur, man legt das Buch weg und hat keine
Fragen ... Gute wissenschaftliche Phantastik sollte schon in gewisser Weise zeitlos sein.
Das heißt nicht, dass der lehmige Golem auf ewig das Erscheinungsbild des Roboters
darstellen soll. Aber Zukunftsvisionen, da sie - Binsenweisheit - der Gegenwart
entspringen, sollten auch und insbesondere zum Nachdenken über gegenwärtige
Probleme anregen. Mithelfen, sie zu lösen, könnte dem Leser die Zukunftsversion näher
bringen. Viele von Karl-Heinz Tuschels Geschichten, so weit ihre Entstehung auch
zurückliegen mag, haben von ihrer Aktualität kaum etwas eingebüßt - im Gegenteil! Hat Das
Rätsel Sigma keinen Bezug zu unseren fast täglich aufgedeckten
Lebensmittelskandalen? Oder Inspektion Raumsicherheit - kein Kommentar! Und ist
nicht heute schon in Anfängen zu sehen, was Der Mann von IDEA vorfindet und
erlebt? Im Februar ist Karl-Heinz Tuschel im Alter von 76 Jahren verstorben. Als deutscher Altmeister des Genres, als Lesespaßbereiter für Millionen, insbesondere aber als Visionär und Mahner wird er jenen, die die Frage »Was wäre, wenn?« mit einigem Ernst stellen, in bester Erinnerung bleiben. Den nachrückenden Schreibern aber, von denen manche selbstgefällig hergebrachtes Wertvolles ignorieren, sollte der Autor Tuschel Vorbild sein. Alexander Kröger |
![]() Foto: Siegfried Breuer |
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