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Verknüpfungen und die nicht nachlassende Begeisterung für eine neue Stimme in der
anglo-amerikanischen Phantastik haben die ALIEN CONTACT-Redaktion
dazu veranlasst, den größten Teil einer Ausgabe einem einzigen Autor zu widmen: Jeff VanderMeer. Gerade ist
bei Klett-Cotta die deutsche Ausgabe seines großen Mosaikromans City of Saints &
Madmen unter dem Titel Stadt der Heiligen & Verrückten erschienen, im
Frühjahr bringt Pan Macmillan sein zweites Ambra-Buch Shriek: An Afterword im
Original, und Piper hat für das kommende Jahr eine Übersetzung des düsteren SF-Romans Veniss
Underground vorgesehen. Über zehn Jahre lang hat sich Jeff VanderMeer durch unermüdliches Schreiben und Publizieren in englischsprachigen Zeitschriften und Kleinverlagen einen Namen gemacht, der inzwischen ähnlich klangvoll ist wie der China Miévilles. Für seine Novelle »The Transformation of Martin Lake« in Stadt der Heiligen & Verrückten enthalten wurde er mit dem World Fantasy Award ausgezeichnet. In Großbritannien und den USA wird er inzwischen von großen Verlagshäusern umgarnt, Übersetzungsrechte sind nach Deutschland, Frankreich und Griechenland verkauft. ALIEN CONTACT nimmt dies zum Anlass, Jeff VanderMeer mit gleich sechs Beiträgen zu würdigen: Jeffrey Ford, selbst mit dem World Fantasy Award ausgezeichnet, erzählt von seiner Faszination für das VanderMeersche Werk; in einem Interview berichtet VanderMeer selbst über das Leben und das Schreiben; in einem längeren Beitrag widmet er sich schließlich ganz den Geburtswehen bei der Entstehung von Stadt der Heiligen & Verrückten; und in zwei Erzählungen zeigt er die ganze Bandbreite seines Könnes: »Exponat H« ist eine äußerst witzige Fingerübung, die einen ersten Eindruck von dem Genie und der Versponnenheit der Stadt-Geschichten gibt; und »Die Geschichte vom Knochenschnitzer« ist ein kleines Juwel literarischer Phantastik hinreißend erzählt und ausgesprochen stimmungsvoll. Zu guter Letzt hat Jakob Schmidt Stadt der Heiligen & Verrückten für uns besprochen und kommt zu dem Ergebnis: »Jeder Autor muss wenigstens ein Quäntchen Arroganz besitzen. Aber nur selten ist sie zu so wunderbar monströsen Zwecken und mit einem so reichhaltigen Ergebnis zum Einsatz gebracht worden.« Das Zustandekommen dieser Ausgabe wurde durch das Engagement nicht weniger Freunde und Kollegen ermöglicht. Jeff VanderMeer hat uns mit Abdruckrechten und Kontakten versorgt; von Klett-Cotta haben wir die Erlaubnis erhalten, aus der Bilderflut von Stadt der Heiligen & Verrückten einiges herauszugreifen, insbesondere das Panorama von Scott Eagle; Erik Simon, dem wir die wortgewaltige Übersetzung von Stadt verdanken, hat trotz anderweitiger Verpflichtungen »Exponat H« übertragen; und Sebastian Buchner hat unermüdlich Text um Text ins Deutsche gebracht und noch während einer längeren Indienreise die Zeit gefunden, Lektoratskorrekturen durchzusehen und Fragen zu beantworten. Allen schulden wir unseren herzlichen Dank ein Projekt wie ALIEN CONTACT wäre ohne ihre Hilfe nicht halb so lesenswert und würde nicht halb so viel Spaß machen. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünschen wir eben diesen Spaß bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe. Die ALIEN CONTACT-Redaktion |
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