ALIEN CONTACT
ALIEN CONTACT 68 Inhalt Archiv

Science Fiction History

Phantastik-Ereignisse 1905

von Hardy Kettlitz

Science Fiction > Alien Contact
> History
Momox-Books.de - Einfach verkaufen.

Weltgeschichte

  • Der Russisch-Japanische Krieg wurde durch Vermittlung des US-amerikanischen Präsidenten Roosevelt zum Vorteil Japans beendet.
  • In Russland wurde das Ende des Absolutismus eingeleitet, nachdem eine Großdemonstration vor dem Winterpalast in St. Petersburg blutig zusammengeschossen worden war und mehr als 1000 Tote zu beklagen waren. Es kam zu weiteren Aufständen, unter anderem auch zur Meuterei auf dem Panzerkreuzer Potemkin. In Moskau und St. Petersburg wurden die ersten Stadt-Sowjets gegründet.
  • Durch den Marokkobesuch des Kaisers mischte sich Deutschland in die französische Kolonialpolitik ein.

Wichtige Phantastik-Ereignisse

  • Der französische Autor Anatole France veröffentlichte 1905 den Roman Sur la pierre blanche (dt. Auf dem weißen Felsen), in dem es in der Umkehrung der »Gelben Gefahr« um die »Weiße Gefahr« geht, das heißt, die Asiaten werden von der weißen Rasse heimgesucht, und es droht der Sozialismus.
  • Der Abenteuerautor Henry Rider Haggard schrieb seinen zweiten She-Roman, Ayesha: The Return of She (dt. Ayesha – Sie kehrt zurück), mit dem er den erfolgreichen phantastischen Afrika-Abenteuerroman She: A History of Adventure von 1886 fortsetzte.
  • A Modern Utopia (dt. Jenseits des Sirius) von Herbert George Wells beschäftigte sich, wie auch der spätere Roman Men Like Gods (1923, dt. Menschen, Göttern gleich), mit einer technologisch hochentwickelten Zukunft.
  • Der Dschungelbuch-Autor Rudyard Kipling schrieb eine seiner bemerkenswertesten Erzählungen, »With the Night Mail: A Story of 2000 A.D.« (MCCLURE'S MAGAZINE, dt. »Mit der Nachtpost«).
  • Der Erzählungsband Menschen von Morgen von Carl Grunert erschien im Berliner Continent Verlag.
  • Der utopische Roman Aspira von Kurd Laßwitz konnte nicht die Bekanntheit des Klassikers Auf zwei Planeten von 1897 erreichen.

Geboren

  • Günther Krupkat (1905–1991) gehörte mit Romanen wie Als die Götter starben (1963) und Nabou (1968) zu den Pionieren der SF in der DDR.
  • Noel Loomis (1905–1969) war ein US-amerikanischer Autor und Herausgeber auf dem Magazinsektor, schrieb jedoch hauptsächlich Western und nur wenig eher unbedeutende Science Fiction.
  • Festus Pragnell (1905-1965) war ein britischer Polizist und Autor, der 1932 in WONDER STORIES debütierte und bis zum Ende der vierziger Jahre einige mittelmäßige Beiträge zur Pulp-SF lieferte.
  • Eric Frank Russell (1905–1978) war ein britischer Autor, der ab 1937 als erster europäischer Autor regelmäßig in ASTOUNDING veröffentlichte. Seine Jay-Score-Serie erschien ab 1941 in ASTOUNDING und nahm in ihrer Idee bereits Star Trek vorweg. Er machte sich in seinen oft satirischen und pazifistischen Erzählungen über Bürokratie und Hierarchiedenken lustig. Ein Höhepunkt seines Schaffens war The Great Explosion (1962; dt. Die große Explosion) und die in diesem Roman verarbeitete Story »... And Then There Where None«.

Verstorben

  • Jules Verne (1828–1905) war zweifellos einer der wichtigsten Vorväter der modernen Science Fiction. Als er im Jahr 1905 verstarb, war er durch seine Reise- und Abenteuerromane bereits weltberühmt geworden und hinterließ ein umfangreiches Werk, das auch heute noch in vielen Ländern der Erde gelesen wird.

Jules Verne

Wissenschaft und Technik

  • Albert Einstein formulierte 1905 seine Spezielle Relativitätstheorie, aus der abgeleitet werden konnte, dass die Lichtgeschwindigkeit in einem Vakuum die absolute Höchstgeschwindigkeit ist und dass sich der Ablauf der Zeit mit zunehmender Geschwindigkeit verlangsamt. Bis heute wird diese bahnbrechende Erkenntnis jedoch von einem Großteil der SF-Autoren ignoriert bzw. umgangen.
  • Der britische Physiologe Ernest Henry Starling, der bereits drei Jahre zuvor den chemischen Botenstoff Sekretin im menschlichen Organismus entdeckt hatte, äußerte die (richtige) Vermutung, dass es weitere chemische Botenstoffe gibt, und nannte sie Hormone.
  • Der Franzose Alfred Binet publizierte die ersten Serien von Intelligenztests und prägte den Begriff Intelligenzquotient (IQ), der für das Verhältnis zwischen Intelligenzalter und Lebensalter steht.
ALIEN CONTACT 68 Inhalt Archiv
© copyright 1997-2011 by EPILOGmedia • Alle Rechte vorbehalten
eMail: dialog@epilog.de | Impressum | AGB + Widerrufsrecht