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Der Wiederaufbau der 4,7 km langen S-Bahn-Strecke von Westkreuz nach
Pichelsberg erfolgte zwischen April 1996 bis Januar 1998. Sämtliche Brücken, Trassen,
Gleise und Bahnhofsanlagen mußten nach der über 17-jährigen Pause saniert oder erneuert
werden. Im Verlauf der Bauphase wurden 50.000 Tonnen Schotter, 15 Weichen sowie jeweils
10.000 Meter Gleise und Stromschienen verbraucht. Die Investitionskosten auf diesem
Streckenabschnitt beliefen sich auf 165 Millionen DM.
Der Bahnhof Eichkamp mit seinem 160m langen Bahnsteig, in den Jahren 1927 bis 1930 von
Richard Brademann erbaut, wurde 1935 von Hugo Röttcher und Fritz Haue erweitert. Seit
1996 wurden die Zugänge und Bahnanlagen saniert sowie zwei neue Übergänge zur Messe
Berlin geschaffen.
Auch die Bahnhöfe Heerstraße und Olympiastadion, beide im Jahr 1909 von E. Schwarz und
Dörge erbaut und jeweils 1936 umgebaut, mußten komplett nach den Bedürfnissen des
Denkmalschutzes saniert werden. Der Bahnhof Olympiastadion wird in zwei Ausbaustufen
wieder auf fünf Bahnsteige ausgebaut.
Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Pichelsberg war im Zweiten Weltkrieg so stark
beschädigt worden, daß es abgerissen und durch ein neues Zugangsbauwerk ersetzt werden
mußte. Auch hier wurde der Bahnsteig entsprechend dem Denkmalschutz wiederhergerichtet.
Da in Pichelsberg die vorläufige Endstation dieser Strecke ist erfolgte der Einbau eines
Kehrgleises.
Der weitere Ausbau der S-Bahn-Strecke zum neu erbauten Fern-Bahnhof nach Berlin-Spandau
soll bis Ende 1998 erfolgt sein. Hierfür müssen mehrere Brücken komplett erneuert
werden. [hh] |