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Straßen in Berlin–Friedenau

Carstenn-Figur

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Die Carstenn-Figur stellt in Berlin eine regelmäßige städtebauliche Anordnung von Straßen und Plätzen in Form einer Figur dar, bei der sich ein umlaufender Straßenzug mit einer Allee im Zentrum befindet, der von vier Plätzen eingefangen wird. Die ursprüngliche Figur in Wilmersdorf wurde 1870 von dem Landentwickler Johann Anton Wilhelm von Carstenn geplant und nach ihm benannt. Die Gestalt der Carstenn-Figur ergibt sich aus ihren Begrenzungen und der Zuordnung derselben zu seinem Zentrum. Die heutige Bundesallee bildet hierbei die Mittelachse, jeweils vier – als Grünflächen gestaltete – Repräsentations- und Schmuckplätze die Eckpunkte der Figur.

1871 wurde eine Carstenn-Figur im südlichen Bereich der Bundesallee geplant und verwirklicht: Seinerzeit konzipierte Carstenn zusammen mit Johannes Otzen die Landhauskolonie Friedenau als Villenvorort englischen Stils. Hier bildet ein umlaufender Straßenzug (die Stubenrauchstraße und die Handjerystraße als hufeisenförmiger Bogen mit der nördlichen Verbindung durch die Mainauer, Senta- und Evastraße sowie der Bundesallee im Zentrum) die Carstenn-Figur. Die vier Plätze stellten der Berliner Platz (heute Perelsplatz), der Wilmersdorfer Platz (heute Renée-Sintenis-Platz), der Schmargendorfer Platz (heute Schillerplatz) und der Hamburger Platz dar. Der Friedrich-Wilhelm-Platz bildet den zentralen Mittelpunkt der Achse, wobei der Bundesplatz (seinerzeit Kaiserplatz) im Norden und der heutige Walther-Schreiber-Platz im Süden die Mittelachse der Figur jeweils begrenzen. Diese Carstenn-Figur gibt noch heute die streng geometrische Katasterstruktur Friedenaus vor.

Die ›autogerechte Umgestaltung‹ Berlins in den 1960er-Jahren griff auch hier massiv ein: Der Bundesplatz wurde untertunnelt und verlor seine Geschlossenheit; der Friedrich-Wilhelm-Platz wird nur noch einseitig vom Verkehr umflossen, der seitdem größtenteils in die Schmiljanstraße asymmetrisch abgeleitet wird.

• Diese Seite basiert auf dem Wikipedia-Beitrag Carstenn-Figur.
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