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Alien Contact Buch-Tips |
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| Mit »Verschwörung in Havena« setzt Hans Joachim Alpers den Zyklus um
»Rhiana die Amazone« fort. Die Serie soll Lesern, die das Rollenspiel Das Schwarze
Auge nicht kennen, einen Einstieg in die Welt »Aventurien« ermöglichen und
gleichzeitig leichte Unterhaltung bieten, die keine Vorkenntnisse über diese Welt
voraussetzt. Erzählt wird die Geschichte der jungen Rhiana, die mit ihren Getreuen aus dem Reich Talania vertrieben wurde. Das Mädchen wird als Erbin des ermordeten Königs angesehen, doch das birgt auch Gefahren in sich, denn der tote Herrscher war auch Hüter eines magischen Artefakts. Rhiana weiß inzwischen, dass der »Flammenbund« dieses Artefakt in seinen Besitz bringen will, um den Drachen Pyrdacor zu erwecken. Die mutige Prinzessin nimmt den Kampf gegen den Geheimbund auf, erlebt Verrat unter den Kameraden, aber auch die Treue echter Freundschaft. Während sie im dritten Band herausfand, was ihr Vater gehütet hat und welche Aufgabe ihr bestimmt ist, möchte sie ihre Getreuen gerne aus Havena fortbringen, denn sie wähnt diese dort nicht mehr sicher. Nicht nur gewinnt der »Flammenbund« immer mehr Macht in Albernia, es gehen auch Gerüchte um, dass die kriegerischen Thorwaler wieder einmal vorhaben, die Stadt zu überfallen und auszuplündern. Umso schwerer ist es deshalb, Schiffe für eine Passage zu den Zyklopeninseln zu finden. Nur eine Handelsfahrerin ist zu einer solchen Reise bereit, ändert aber fast ihre Meinung, als es dem »Flammenbund« gelingt, Rhiana zu verleumden. Zu allem Überfluss werden auch noch ihre Freunde entführt, und die Prinzessin gerät in die Gewalt des Bundes. Doch dessen Mitglieder verhalten sich Rhiana gegenüber anders als erwartet - statt Folter versuchen sie, sie mit Argumenten zu überzeugen und lassen sie sogar entkommen. Die Prinzessin bleibt misstrauisch, denn sie ahnt, dass die Feinde noch ein Faustpfand in der Hinterhand haben oder sie in eine bessere Falle locken wollen, um an das zu kommen, was ihr anvertraut wurde ... Nachdem in den früheren Bänden vor allem Wert darauf gelegt wurde, die Personen und ihre eher regional beschränkten Abenteuer und Klüngeleien zu schildern, konzentriert sich Alpers, der auch gleichzeitig Exposéeautor der Serie ist, stärker auf den gewählten Hintergrund und bindet »Rhiana« damit fester in die aventurische Geschichte ein. Dadurch bekommen auch Fans des Rollenspiels wieder mehr Bezug zu den Abenteuern der jungen Heldin. So manches aventurische Geheimnis in und um Havena wird gelüftet. Die Auseinandersetzungen mit dem »Flammenbund« gehen in eine weitere Runde, erleben gleichzeitig aber auch einen Stillstand, da sich die eigentlichen Bösewichte Rhiana gegenüber sehr sonderbar benehmen und sich untereinander in Kleinkriegen zermürben, um die Oberhand zu behalten. Wirklich viel geschieht in dem Buch nicht, vor allem treibt es nicht die eigentliche Hintergrundgeschichte weiter. Zudem wirken die Helden und ihre Gegenspieler seltsam blutleer, im Vergleich mit dem dritten Band erscheinen die Schilderungen ihrer Abenteuer sehr lieblos, so dass beim Lesen einfach kein Funke überspringen will. Als Leser fragt man sich nun, ob es sich wirklich lohnt, die Serie weiter zu verfolgen, zumal der Piper-Verlag im kommenden Halbjahr keinen weiteren Band angekündigt hat. Wenn man dem Zyklus nicht doch etwas abgewinnen kann, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, aufzuhören und sich lieber anderen Geschichten aus Aventurien zuzuwenden. Christel Scheja ALIEN CONTACT |
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