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Alien Contact Buch-Tips |
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| »Und weil es so erfolgreich war - gleich noch einmal!« Dieser Leitspruch
könnte sehr gut auf Kevin J. Anderson zutreffen, der als rühriger Vielschreiber nicht
nur Romane im Star Wars- oder Akte X-Universum
verfasste, sondern auch mit Brian Herbert die Vorgeschichte zum berühmten Wüstenplanet-Zyklus
schrieb. Warum also nicht gleich eine Space Opera von ähnlich epischer Breite
nachschieben? Die Saga der Sieben Sonnen ist das Ergebnis dieser Überlegungen. Sie entführt den Leser in das 25. Jahrhundert. Die Menschen haben mit Hilfe des Volkes der Ildiraner einige Planeten der Galaxie besiedelt. Frühe Kolonisten wie die Theraner haben sich zu eigenen Rassen entwickelt, und das ganze wird von der »Hanse« - einem wirtschaftlich-militärischen Bund - zusammengehalten, der neben dem Imperator der Ildiraner ein menschlicher König vorsteht. Gemeinsam mit den Ildiranern wurden auch verschiedene Welten untersucht und dabei die Hinterlassenschaften einer ausgestorbenen Rasse namens Klikiss entdeckt, teilweise sogar in Form von Robotern reaktiviert. Während die Ildiraner sich zurückhalten, beginnen die Menschen das Erbe der alten Rasse zu nutzen. Besonders interessant finden sie die Klikiss-Fackel, mit der sie Gasriesen in kleine Sonnen verwandeln können, um damit gezielt eigene Sonnensysteme zu schaffen. Der erste Test verläuft erfolgreich, doch dann tauchen plötzlich unbekannte Raumschiffe auf und zerstören die Forschungsstation. Und dann setzen sie ihren Vernichtungsfeldzug fort. Zunächst fällt das nicht weiter auf, denn die Herren der Ildiraner und Menschen sind viel zu sehr mit eigenen Intrigen beschäftigt, um die Gefahr ernst zu nehmen. Der wirkliche Herr der Hanse arbeitet daran, den senil gewordenen König zu ersetzen, und holt sich dafür einen unbedeutenden - noch zu formenden - Straßenjungen, während die Ildiraner spüren, dass die Menschen langsam allzu mächtig werden und das verhindern wollen. Im Hintergrund schließlich spielen die reaktivierten Klikiss-Roboter ihr eigenes Spiel, als hätten sie nur auf ein Signal gewartet, das die Fremden ihnen nun durch den Angriff gegeben haben. Wer jetzt epische Raumschlachten, verwegene Helden oder die Entdeckung großer Geheimnisse erwartet, wird von Das Imperium zunächst bitter enttäuscht. Anderson erzählt seine Geschichten auf mehr als fünf verschiedenen Handlungsebenen aus der Sicht einzelner Personen, beispielsweise der terranischen Wissenschaftler, die die Hinterlassenschaften der Klikiss erforschen oder des Oberhauptes der Hanse, der seinen neuen König zu formen versucht, und nicht zuletzt aus der Sicht einer jungen »Grünen Priesterin«. Die Menschen, die eine symbiontische Verbindung mit intelligenten Bäumen eingegangen sind, bringen die - seit Star Wars und Dune so beliebte - Mystik in den Roman, der ansonsten eher von den verschiedenen Intrigenspiele handelt. Die Saga deutet nach dem ersten Band einige Geheimnisse an, verrät nur wenig, stellt aber vor allem die Weichen für die kommenden Romane. Sie zeigt, dass Anderson ein sehr routinierter Autor ist, der genau weiß, welche Elemente er wann einsetzen muss. Das Imperium ist typisch amerikanisch gestrickt: Wie Fast Food stillt es den momentanen Hunger, aber aufgrund seiner Oberflächlichkeit hinterlässt es keinen Eindruck. Christel Scheja ALIEN CONTACT |
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