ALIEN CONTACT
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Ben Bova

Venus

Venus • 2000

Science Fiction > Alien Contact
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Öko-Aktivist Alex Humphries bricht Anfang des 22. Jahrhunderts zur Venus auf, um von dort mit spektakulären Bildern einer lebensfeindlichen Welt zurückzukehren. Diese sollen der Menschheit einen Eindruck vermitteln, welches Schicksal die Erde erwartet, wenn der Treibhauseffekt nicht gestoppt wird, und endlich auch die Amerikaner von der Notwendigkeit des Umweltschutzes überzeugen. Doch die Mission scheitert - ein schwerer Schlag für Van, seinen chronisch kranken Bruder, dem Alex immer ein Vorbild war.

Zwei Jahre später setzt ihr Vater eine Belohnung von zehn Milliarden Dollar für denjenigen aus, dem es gelingt, ihm die sterblichen Überreste seines Sohnes zurückzubringen. Damit er dieses Geld aufbringen kann, streicht Mr. Humphries senior seinem verhassten zweiten Sohn die Unterhaltszahlungen. Van steht nun völlig mittellos da und befürchtet, alle seine Freunde zu verlieren, weil er sie stets als Mäzen unterstützt hat. So bleibt Van nichts anderes übrig, als selbst eine Venusmission zu organisieren. Aber auch Lars Fuchs, der größte Widersacher seines Vaters, ist unterwegs, um das Preisgeld zu ergattern. Als Vans Schiff schließlich die Venus erreicht, zeigt sich außerdem, dass die Planetenatmosphäre weitaus lebendiger ist als bisher vermutet.

Ben Bovas neuer Roman spielt im selben Universum wie seine Bücher Mars und Rückkehr zum Mars. Jedoch hat er - von einem Wiedersehen mit Thomas Rodriguez aus Rückkehr zum Mars abgesehen - wenig mit den Vorgängern gemeinsam: Die Geschichte verläuft geradliniger, berichtet nur protokollartig von den Missionsvorbereitungen und ist stark auf die Hauptfigur, den Ich-Erzähler Van Humphries, ausgerichtet.

Jedoch zeigen sich auch in diesem Roman einige Schwächen seiner Vorgänger: Mit Lars Fuchs führt der Autor zwar einen glaubwürdigen Charakter ins Feld, ansonsten weist auch dieses Buch einige Klischees auf. Daneben ist die Motivation der Figuren erneut überbetont dargestellt, und wiederum werden nicht alle Spannungsfäden zu einem zufrieden stellenden Ende geführt. Hinzu kommt diesmal eine lieblose Übersetzung und ein anfänglich dürrer Erzählstil, der keine Atmosphäre aufkommen lässt.

Glücklicherweise besinnt sich Ben Bova nach 150 Seiten seiner Tugenden: der gekonnten Beschreibung unseres Nachbarplaneten sowie seiner Fähigkeit, große Spannung aufzubauen und diese bis zum Schluss nicht abreißen zu lassen - auch wenn er den Zufall gelegentlich überstrapaziert.

So bleibt Venus am Ende dennoch als fesselnder Abenteuerroman in Erinnerung. An die Qualitäten von Mars reicht dieses Buch jedoch nicht heran.

• Gregor Jungheim • ALIEN CONTACT

Originalausgabe:
Ben Bova, Venus
(New York: Tor Books, 2000)
lieferbare engl. Ausgabe:
Ben Bova, Venus
(New York: Tor Books, 2001) Bestellen
dt. Erstausgabe:
Ben Bova, Venus
(München: Heyne, 2002) [06/6388] Bestellen
deutsch von Martin Gilbert, Titelbild von Thomas Thiemeyer, 494 Seiten
Leser-Service:
Lieferbare Titel von Ben Bova
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