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Alien Contact Buch-Tips |
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| Die Welt hat sich radikal verändert. Waren es früher die großen
Raumfahrtlinien, deren Schiffe von Antriebsmännern und Antriebsfrauen durch das
Nada-Kontinuum geleitet wurden, um andere, weit entfernte Sternenwelten zu erreichen,
ermöglicht jetzt die Technologie des Interface zeitloses Reisen auf andere Planeten. Eine
große Zahl riesiger Interfacetore verbinden verschiedene Welten miteinander. Sind die
Tore geöffnet, kann man ohne Zeitverlust von einer Welt zur nächsten wechseln. Die
ehemaligen Raumfahrer sind jedoch süchtig nach dem Kontakt mit dem Kontinuum und steigern
sich in geradezu religiöse Ekstase. Für sie, die sich selbst Nadaner nennen, ist die
absolute Verschmelzung mit dem Nada-Kontinuum ein Aufstieg in eine neue, höhere Ebene der
Existenz. Durch die Schließung der Raumfahrtlinien haben sie jedoch den Kontakt mit
dieser anderen Realität verloren und führen ein unbefriedigtes und zum Teil qualvolles
Leben. Eric Brown ist ein geschickter Geschichtenerzähler. Gekonnt baut er die verschiedenen Handlungslinien auf, läßt diese in besonders heiklen Momenten fallen, um die Story an einem anderen Strang weiterzuführen. So wird der Leser in spannenden Situationen beständig in Unwissenheit gehalten und kann das Buch kaum noch aus der Hand legen. Leider bedient Eric Brown völlig unreflektiert gängige Science-Fiction-Klischees und zieht dadurch die psychologisch angehauchte Geschichte ein wenig ins Triviale. Andererseits schildert er seine Romanfiguren mit so viel Liebe und Sympathie, daß es gerade wegen der Schwemme an düsteren und dystopischen Romanen, die derzeit das Genre bevölkern, eine Wohltat ist, dieses Buch mit etwas positiveren Tendenzen zu lesen. Genau der richtige Schmöker für ein langes Wochenende oder eine ausgedehnte Bahnfahrt. |