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Alien Contact Buch-Tips |
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| Es gibt Sagen und Mythen, die in der Fantasy
immer wieder aufgearbeitet werden. Der beliebteste und am häufigsten benutzte Sagenkreis
ist wohl der um König Artus und seine Ritter der Tafelrunde. Über die bedeutenden
Figuren wie Artus, Lancelot, Ginevra, Morgan Le Fay oder Merlin sind bereits unzählige
Romane geschrieben worden, mal fern von jeder Realität, mal historisch verbrämt, mal
esoterisch umschmeichelt. Obwohl es schon so viele Romane und Kurzgeschichten gibt,
versuchen sich immer noch neue Autoren daran, die Geschichten um Artus auf ihre Weise zu
erzählen. Anne Eliot Crompton nimmt sich der Legenden aus der Sicht ihrer Heldin Niviene an. Diese gehört dem Volk der Elfen an, das mehr oder weniger neben den Menschen herlebt und für die volkstümlichen Märchen verantwortlich ist. Als Kind stiehlt Niviene Lebensmittel und Kleidung, ärgert die Menschen oder labt sich an ihren Gaben. Ihr älterer Bruder Lugh zieht irgendwann aus, um ein berühmter Ritter zu werden - Lancelot, ist er doch von Liebe zu einem Mädchen erfüllt, das sich einst in den Wald verirrte. Bei ihrer Frauwerdung begegnet sie in der Beltanenacht einem Menschenkrieger, den sie entgegen der Gewohnheit der Elfen nicht umbringt, sondern laufen lässt. Das ist gut so, denn der Mann ist niemand anderes als Artus, der König der Menschen, wie Merlin, ein lebenslanger Freund von Niviene, feststellt. Sie bekommt einen Sohn von Artus, lässt den Jungen aber bei ihrer Mutter zurück. Der halb elfische Magier nimmt sie mit hinaus in die Welt der Ritter und Edlen und macht sie zu seiner treuen Gehilfin. Sie lernt dabei auch den christlichen Abt Gildas kennen und manche andere seltsame Gestalt, muss Morgan Le Fays Intrigen vereiteln und ihrem Bruder Lancelot helfen. Sie ist dabei, als Merlin stirbt und kurze Zeit später Mordred und Artus einander erschlagen. Erst dann wird ihr klar, dass auch sie nur eine Figur in den Ränken Merlins war, der das Land zu heilen - Elfen und Menschen zu vereinen - suchte. Merlins Tochter ist eigentlich ein Jugendbuch, und das merkt man der einfachen, geradlinigen Geschichte auch an. Alle stilistischen und inhaltlichen Elemente sind in dem einen oder anderen Vorgänger-Roman schon einmal da gewesen (die entrückte Welt der Priesterinnen von Avalon, das Spiel mit urchristlichen Mythen, die Verflechtung mit dem erstarkenden Christentum), und die Personen zeichnen sich nicht durch Originalität aus, da sie sich genauso benehmen, wie man es von ihnen erwartet. Natürlich ist auch die Handlung der bekannten Legende schon vorgezeichnet. Merlins Tochter ist kein Buch, das man gelesen haben muss, aber wer es mag, die x-te Variante eines sehr bekannten Themas mit ein wenig naivem Elfen- und Keltenzauber, einer niedlichen, aber sehr verhaltenen Liebesgeschichte und einfachen Abenteuern zu lesen, wird mit dem Roman sicher auf seine Kosten kommen. Christel Scheja ALIEN CONTACT |
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