| Im Jahr 1981 erschien in Deutschland das Buch Die besten Stories von
Philip K. Dick mit vierzehn Kurzgeschichten des Autors. Obwohl diese Auswahl sehr
gelungen war, fehlten einige wesentliche Texte. Sascha Mamczak dagegen konnte bei der
Zusammenstellung des vorliegenden Bandes aus dem Vollen schöpfen: Ihm stand die
zehnbändige Ausgabe des Haffmans-Verlages mit ihren neuen Übersetzungen zur Verfügung.
Und so entstand ein Buch, das erstmals in einem einzigen Band mit über 800 Seiten und 30
Erzählungen einen umfassenden Überblick über das Kurzgeschichtenwerk Dicks bietet.
Obwohl der Autor den überwiegende Teil seiner kürzeren Texte Mitte der fünfziger Jahre
verfasst hat, hat Sascha Mamczak Wert darauf gelegt, dass vor allem auch die späten
Geschichten repräsentiert sind, die einen ganz anderen Dick zeigen. Neben so
großartigen Texten wie »Das Vater-Ding«, »Kolonie« oder »Foster, du bist tot« sind
natürlich auch die verfilmten Geschichten enthalten: »Der Minderheiten-Bericht«
(Filmtitel: Minority Report),
»Variante zwei« (Filmtitel: Screamers) und »Erinnerungen en gros« (Filmtitel:
Total Recall),
anhand derer sich jeder Leser selbst ein Bild machen kann, wie Hollywood mit den
literarischen Vorlagen umgesprungen ist.
Im Klappentext wird Dick als einer der größten Visionäre der Literatur des 20.
Jahrhunderts gefeiert. Auch wenn diese Aussage reichlich plakativ ist, hat sie einen
wahren Kern. Der Herausgeber begründet dies in seiner Einleitung zum Buch. Jeder Leser,
der die Lektüre von Dicks Kurzgeschichten noch vor sich hat, ist ehrlichen Herzens zu
beneiden.
Hardy
Kettlitz ALIEN CONTACT
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