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Alien Contact Buch-Tips |
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| Die Krimis des Ariadne-Verlages bewegen sich außerhalb der sonst üblichen
Kost dieses Genres. Sie sind auf die eine oder andere Art und Weise ungewöhnlich, ob
durch die Handlung oder die Wahl der Helden - zur Spannung gehört mehr als die Frage nach
dem Täter. Sarah Drehers Romane um Stoner McTavish und ihre Freunde erfüllen diesen
Anspruch. Diesmal reist Sara Drehers Heldin mit den engsten Vertrauten nach Disneyworld. Natürlich sind die Lesben an diesem Ort, der die uramerikanischen Werte aufrecht erhält, auffällig wie bunte exotische Vögel, aber sie lassen sich den Spaß durch spießige Familien aus der tiefsten Provinz nicht vermiesen, sondern genießen die quietschbunte Traumwelt in vollen Zügen, obwohl Stoner und ihre Tante Hermione das Gefühl haben, dass noch etwas passieren wird. Und richtig: Stoners Freundin Marylou wird entführt. Guter Rat ist teuer, denn zunächst wird nicht klar, warum das geschehen ist. Aber Stoner findet schnell heraus, dass eigentlich Gwen das Opfer sein sollte, und eine alte Feindin hinter allem steckt, die Stoner nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch vernichten will. Als die Gegenspielerin ihren Fehler erkennt, schlägt sie erneut zu - und diesmal muss Stoner nicht nur in der realen Welt alles tun, um ihre Freundinnen Gwen und Marylou zu retten. Hilfreich zur Seite steht ihr Tante Hermione, die einen guten Draht zur anderen Welt hat, und bald auch das Geister-Mädchen Cassie, die sich als eine nicht zu unterschätzende Verbündete erweist ... Im Vordergrund von Sarah Drehers Romanen steht weniger die eigentliche Krimihandlung. viel wichtiger ist der Autorin die Schilderung, wie die Helden mit ihrer Umgebung und dem Unverständnis mancher Menschen gegenüber ihrem offen gezeigten Lesbentum zurechtkommen oder wie sie letztendlich mit den Entführungen und Anschlägen umgehen und ihre Probleme zu lösen versuchen. In diesem Roman kommt außerdem ein phantastisches Element hinzu, die Kontaktaufnahme mit Geistern und die Reise durch das geheimnisvolle und irreale »Land«. Auch wenn Stoner McTavish dadurch lernt, ihre besonderen Gaben besser zu akzeptieren, behindert diese zweite Ebene den Fluss der Handlung. War es anfangs noch amüsant, Disneyland aus der Sicht der recht skeptischen Heldinnen zu erleben, so kommt bald Langeweile auf. Gerade zum Ende hin verlieren auch die Personen an Stärke, was Die andere Welt zum bisher schwächsten der Stoner-McTavish-Reihe macht. Christel Scheja ALIEN CONTACT |
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