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P. N. Elrod

Der endlose Tod

Jonathan Barrett 2 • Death and the Maiden • 1993

Science Fiction > Alien Contact
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In Amerika wütet der Unabhängigkeitskrieg. Jonathan Barrett stirbt – und erwacht als Vampir zu neuem Leben. Allein sein Vater, seine Schwester Elisabeth und sein Leibsklave Jericho wissen um dieses Geheimnis.

Um den Kriegswirren zu entrinnen und bessere Lebensbedingungen zu finden, quartieren sich weitere Dauergäste in das Haus der Barretts ein, darunter der Bruder eines Herzogs nebst Schwester. Elisabeth verliebt sich in Lord Norwood und schmiedet schon bald Hochzeitspläne. Ihr Glück wird jedoch von mehreren Anschlägen überschattet. Erst wäre beinahe der Vater einem Gift erlegen, dann wird Jonathan entführt ...

Mit Der endlose Tod setzt P. N. Elrod ihre Serie mit dem Vampir Jonathan Barrett fort. Als Kulisse dient in diesen Romanen das Amerika des späten 18. Jahrhunderts. Bereits dadurch unterscheidet sich diese Horror-Serie von den traditionellen Vampir-Romanen, die meist in Europa und im viktorianischen Zeitalter oder unserer Gegenwart angesiedelt sind. Die Autorin löst sich noch von weiteren gängigen Klischees: Zwar ist ihr Protagonist ein Wesen der Nacht, aber er ernährt sich in erster Linie von Tierblut, und - von Holz und Wasser abgesehen - kann ihm praktisch nichts einen bleibenden Schaden zufügen. Jonathan ist immer noch damit beschäftigt, seine wundersamen Fähigkeiten zu erforschen, wobei er oft vor ethische und moralische Probleme gestellt wird. Seine Angehörigen, sofern sie eingeweiht sind, haben seine Wandlung akzeptiert und sind glücklich, dass der Totgeglaubte weiter unter ihnen weilen darf.

Aber natürlich erzählt die Geschichte kein langweiliges Vampir-Idyll. Immer wieder werden Jonathan und die Menschen, die ihm etwas bedeuten, mit den Problemen des Kriegs konfrontiert. Diese stellen jedoch nicht den Schwerpunkt dar, sondern die Krisen innerhalb des Barrett-Haushalts liefern die meisten Spannungsmomente. Es sind vor allem Jonathans psychisch kranke Mutter und die Gäste, die regelmäßig für Unruhe sorgen, indem sie beinahe das Geheimnis entdecken bzw. ihre eigenen mitunter finsteren Pläne zu realisieren versuchen. Tatsächlich ist nicht jeder das, was er vorgibt zu sein: Nicht nur Jonathan hat etwas vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

Aus der Perspektive der Hauptfigur erzählt die Autorin die Geschichte einer an sich typischen Familie der gehobenen Gesellschaft, ohne dabei den Fehler zu begehen, den Leser mit Geschichtsunterricht zu langweilen. Auf unnötige Details wird verzichtet und konsequent die Handlung vorangetrieben. Der Roman ist spannend und unterhaltsam erzählt, übertrifft qualitativ sogar den ersten Band, in dem noch zu viel Aufklärungsarbeit um das veränderte Wesen Jonathan Barretts geleistet wurde, was gelegentlich für Längen gesorgt hatte. Für das Verständnis von Der endlose Tod ist es nicht notwendig, den Vorgänger Der Rote Tod gelesen zu haben, aber es empfiehlt sich – der Genre-Freund wird die Reihe ohnehin komplett in sein Regal stellen wollen.

Wer sich für Vampir-Romane begeistert und des sinnlosen Splatters überdrüssig ist, wird in der Nosferatu-Reihe des Festa-Verlags so manchen Titel entdecken, der diese Erwartungen erfüllen kann.

• Irene Salzmann • ALIEN CONTACT

Originalausgabe
P. N. Elrod, Death and the Maiden (1993)
Dt. Erstausgabe
P. N. Elrod, Der endlose Tod (Jonathan Barrett 2)
(Almersbach: Festa Verlag, 2003) Bestellen
dt. von Jutta Swietlinski, Titelbild von Günter Naujak, 320 Seiten, großformatiger Paperback
Leser-Service
Lieferbare Titel von P. N. Elrod
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