ALIEN CONTACT

Frank Festa & Jens Schumacher (Hrsg.)

Dead Ends - Angloamerikanische Horrorstories

Originalausgabe • 1999

Science Fiction > Alien Contact
Buch-Tips
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Es ist erstaunlich, daß die beiden Herausgeber dieses Buches das gleiche Ergebnis erzielt haben wie Al Sarrantonio mit seiner Superlativ-Anthologie 999, allerdings vermutlich mit bedeutend weniger Mitteln. Obendrein hat Dead Ends auch nur ein Drittel des Umfangs, aber das Buch lohnt sich zu lesen. 15 Stories von 15 wirklich großen Namen, darunter Poppy Z. Brite, David Morrell, Peter Straub, Thomas Ligotti, Joe R. Lansdale und Ramsey Campbell. Wer allerdings klassische Horror-Themen erwartet, wird enttäuscht. Während z. B. Poppy Brite und Joe Lansdale recht drastische Geschichten erzählen, so überwiegen doch die leiseren Stimmen. Festa und Schumacher zeigen in ihrem Buch, daß moderner Horror nicht immer blutrünstig sein muß, sondern daß sich die Horror-Literatur in dem Vierteljahrhundert seit Stephen Kings Carrie tatsächlich zu einer Literatur entwickelt hat, die obendrein noch weitaus ältere Wurzeln als die SF hat. Mit »Die Stimme des Strandes« liegt ein Klassiker von Ramsey Campbell vor, und selbst die Geschmacklosigkeit »Der Mann, der das Copyright mißachtete« von Brian McNaughton kann überzeugen. Horror-Freunde, die auf literarische Umsetzung finsterer Ideen Wert legen, sollten sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Hardy KettlitzALIEN CONTACT

Frank Festa & Jens Schumacher (Hrsg.)
Dead Ends - Angloamerikanische Horrorstories (Ventil Verlag)  Bestellen
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