Zeitgenössische
Autoren wie Ramsey Campbell oder in Deutschland Michael Siefener zählen H. P. Lovecraft
zu ihren Inspirationsquellen. Doch der große Phantast hatte selbst dunkle Idole, die
durch seinen eigenen Ruhm inzwischen überstrahlt werden oder in Vergessenheit geraten
sind. Frank Festa, Kenner der Materie, hat sich mit Essays und anderen Schriften
Lovecrafts beschäftigt und einige von dessen bevorzugten Geschichten aus dem 19. und
frühen 20. Jahrhundert zusammengetragen. Während manche Erzählungen wie Halprin
Fraysers Tod von Ambrose Bierce, Die Marter der Hoffnung von Villiers de
L'Isle Adam oder Der Abdruck der Hand von Maurice Level auch heute noch frisch
und modern anmuten, sind einige der der restlichen zehn Geschichten reichlich angestaubt
und eher von literaturhistorischem Interesse. Der Herausgeber hat jeden Text mit sehr
gehaltvollen und informativen Vorbemerkungen versehen, die Auskunft über den jeweiligen
Autor und Lovecrafts Meinung zu ihm geben. Lovecraft-Liebhabern sei dieses Buch unbedingt
empfohlen, gibt es doch Einblick in die Lesegewohnheiten des verschrobenen Genies und
obendrein einen guten Überblick der unheimlichen Phantastik von vor hundert Jahren.
Hardy
Kettlitz ALIEN CONTACT
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