| Der tschechische Astronom Karel Kral nimmt die Gelegenheit wahr, in den USA
an einem Projekt teilzunehmen, das Asteroiden aufspüren soll, die die Erde bedrohen
könnten. Als in einer Weihnachtsnacht tatsächlich ein entsprechendes Objekt gesichtet
wird, ist er der einzige anwesende Zivilangestellte des Institutes. Der befehlshabende
Offizier ist ein ausgemachter Rassist und sieht in dem Asteroiden, der voraussichtlich auf
dem Gebiet der Volksrepublik China einschlagen wird, eine einmalige Chance, durch bloßes
Nichtstun einen Großteil aller Asiaten sterben zu lassen. Zu diesem Zweck gibt er den
Befehl, Kral in Gewahrsam zu nehmen. Diesem gelingt jedoch die Flucht. Leider ist es
nicht gerade die Spezialität des Autors, lange Spannungsbögen durchzuhalten. Verfolgung
und anschließendes Versteckspiel enden schon nach wenigen Seiten, und Kral gelingt es,
Kollegen und Presse weltweit zu verständigen. Nach diesem Muster von Bedrohung und deren
Bekämpfung funktioniert der ganze Roman. Die immer wieder neu auftretenden Gefahren und
Hindernisse werden so rasch beseitigt, dass daraus jeweils nur sehr kurzfristig Spannung
entsteht. Eine eingeflochtene Liebesgeschichte frischt den Roman auch nicht sonderlich
auf. Noch dazu ist der Schreibstil etwas altbacken geraten und nicht immer grammatisch
korrekt.
Immerhin zwei Gedanken sind wirklich neu. Der erste besteht in der plausiblen
Überlegung, dass ein Programm zur Asteroidenabwehr für das Militär interessant sein
dürfte, da hierfür eine neue Generation von sehr starken Atombomben entwickelt werden
müsste. Die zweite Idee soll hier nicht verraten werden, denn es handelt sich um einen
recht originellen Schluss.
Peter Samol |
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