| Etjola Ehombe setzt die Reise fort, um das Versprechen zu erfüllen, das er
einem Sterbenden am Strand seiner Heimat gegeben hat. Er will noch immer die Hellseherin
von Laconda befreien, und dazu muss er sich in exotische Länder begeben, von denen sein
Volk nicht einmal gehört hat. An seiner Seite sind nach wie vor das Schlitzohr Simna und
die Großkatze Einlöward, die sie zunächst aus den Klauen eines betrügerischen
Händlers retten müssen. Vorsichtiger setzen sie ihren Weg durch Einöden, Wälder und
bewohnte Gegenden fort. Mit einfachen Mitteln weiß Etjola die Pferde der Vergangenheit,
Zukunft und Gegenwart aus einem Sumpf zu befreien, einem kleinen Mädchen Rache für die
Grausamkeiten eines Steuereintreibers zu ermöglichen und gegen die Einflüsterungen der
Mönche der »Denkenden Königreiche« zu bestehen, die ihn und die anderen zu gehorsamen
Bürgern des Landes machen wollen. Er begegnet einer Tierhexe, der es gar nichts ausmacht,
ein Hund zu sein, und schließlich auch dem Vater des Mannes, dem er sein Versprechen gab.
Doch dieser verrät Etjola und seine Freunde. Auch wenn der Leser zum ersten Mal in zwei
kurzen Kapiteln Einblicke in die Welt von Ehombes kommendem Widersacher erhält, vermag
die Lektüre trotz einer exotischen Umgebung und spannender Einzelepisoden nicht recht zu
fesseln. Wieder ist die Reise das Ziel. Ohne wirklichen Höhepunkt plätschert die
Geschichte dahin, und die Helden meistern alle Gefahren ohne größere Probleme. Wieder
ist Ehombe der »Edle Wilde«, der in seiner weisen Einfachheit (aber mit modernen
wissenschaftlichen Kenntnissen) gegen die Tücken der zivilisierten Welt vorgeht und den
Schwachen Gerechtigkeit bringt. Es kommt keine wirkliche Spannung auf, obwohl sich der
Roman flüssig liest.
Von Alan Dean Foster kennt man wesentlich bessere Werke, in denen er mit einfachsten
Mitteln exotische Umgebungen plastisch darzustellte und normale Menschen in einem
außergewöhnlichen Umfeld agieren ließ. Nachdem der Autor mit Der Geist
des Speers (Carnivores of Light and Darkness 1998) einen
hoffnungsvollen Auftakt seiner Katechisten-Trilogie gab, kann der vorliegende
zweite Band nur noch hartgesottenen Fans empfohlen werden.
Christel Scheja ALIEN CONTACT
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