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| ALIEN CONTACT 56 |
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Alien Contact Buch-Tips |
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| Wieder begegnen wir am Anfang dem geheimnisvollen Meridion, der mit
technisch-magischen Gerätschaften - einem sogenannten »Zeiteditor«, in den
»Filmstreifen eingelegt werden müssen« -, die Vergangenheit erforscht und zu
manipulieren beginnt. Er beobachtet drei Personen: Rhapsody sowie ihre Freunde Achmed und
Grunthor stammen aus einer weit zurückliegenden Zeit und von einer lange untergegangenen
Insel. Mehr als 1500 Jahre haben sie außerhalb der Zeit zugebracht, als sie unter den
Wurzeln der Welteneiche Sagia hindurch aufs Festland flohen. Danach ist es ihnen gelungen,
sich im Königreich der Firbolg eine neue Heimat zu schaffen. Achmed ist der Anführer
dieser von den Menschen verfolgten Rasse geworden, unterstützt von Grunthor, während
Rhapsody für alle wie eine Mutter oder Schwester sein möchte. Mittlerweile haben dir drei herausgefunden, dass sie nicht ohne Grund in diese Zeit gekommen sind. Der Fnor, der grausame Dämon aus ihrer eigenen Vergangenheit, treibt auch jetzt noch unerkannt sein Unwesen und sinnt darauf, die Welt zu vernichten. Dabei nutzt er es auch aus, dass andere ihre eigensüchtigen Spielchen spielen, so wie Llauron, der Nachfahre von Drachen und Menschen, und stellt ihnen Kreaturen wie den Rakhas an die Seite, damit sie die Menschen weiterhin täuschen können. Achmed, Grunthor und Rhapsody erfahren, dass sie Teil einer alten Prophezeihung sind. Während die beiden Männer versuchen, deren Rätsel zu ergründen, wird die junge Frau jedoch den geheimnisvollen Fremden Ashe abgelenkt, der mehr ist, als er zu sein scheint - und letztendlich zu einer Prüfung für Rhapsodys Verstand und Willenskraft wird, als sie erkennt, dass er ihr nicht zum ersten Mal begegnet ist. Tochter der Erde bietet wie Tochter des Windes alles, was ein gefälliger Fantasy-Roman heute aufweisen sollte: Rhapsody ist schön, stark und magische begabt, besitzt aber ein mütterliches und wohlmeinendes Herz und zeigt gerade in ihrer Beziehung zu Ashe, die in einem Liebesroman nicht schöner hätte beschrieben werden können, dass sie ganz und gar weiblich ist. Achmed, inzwischen König der Firbolg, kann seine Vergangenheit als Assassine zwar nicht verleugnen, zeigt aber trotz seiner Kälte und Skrupellosigkeit mitfühlende Seiten, während sich Grunthor immer mehr als sanftes, eng mit den Kräften der Erde verbundenes und gutmütiges Wesen erweist. Besonders gelungen ist Ashe, der zwei völlig verschiedene Gesichter zeigt. Zu den Lirin und Seren, welche die Menschen als zeitlose elfenähnliche Völker begleiten, und den als niedere Kreaturen verachteten Firbold, gesellen sich nun auch die Drachen. Damit bleibt Rhapsodys Welt ein buntes Gemisch aus vertrauten Elementen, wenn auch anstelle der Götter ausnahmsweise magische Geschöpfe und Wesen treten. Von vertrauten Inhalten ist auch die Handlung nicht frei. Der offene Kampf gegen den Dämonen und die Erfüllung der Prophezeihung rückt in den Vordergrund, so dass einige wichtige Geheimnisse preisgegeben werden. Nicht fehlen darf aber auch die Liebesgeschichte der Heldin, die einen ähnlich hohen Stellenwert einnimmt. Das alles garniert mit ein paar grausamen Morden und Kämpfen, netten Alltagsgeschichten und heiteren Szenen, ergibt einen Roman, der um einiges spannender ist als Tochter des Windes, aber ohne dessen Kenntnis nur bedingt verstanden werden kann. Eher störend wirkt Meridion mit seinem Zeiteditor, der auch in diesem Roman wie ein »Deus ex machina« daherkommt, als die Handlung zu sehr in eine Richtung schwenkt - hoffentlich nicht nur, weil der Autorin nichts mehr eingefallen ist. Christel Scheja ALIEN CONTACT |
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