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| ALIEN CONTACT 63 |
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Alien Contact Buch-Tips |
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| Der äußerst begabte Ingenieur Dan B. Davis erfindet im Jahr
1970 allerlei höchst nützliche Haushaltsgeräte und Roboter, doch sein Geschäftspartner
Miles Gentry und dessen Komplizin Betty, mit der Dan verlobt war, betrügen ihn um seine
Geschäftsanteile. Dan sinnt auf Rache, doch er kann den raffinierten Betrügern nicht
einmal mit juristischen Mitteln beikommen. Und so entschließt er sich, einen dreißig
Jahre währenden Tiefschlaf anzutreten, den mehrere Unternehmen anbieten. Dazu will er
sogar seinen Kater Pete mitnehmen, von dem er sich nicht trennen mag. Doch kurz bevor er
den Tiefschlaf antritt, besucht er noch einmal seine Geschäftspartner, die ihn jedoch
überrumpeln, unter Drogen setzen und seine Papiere manipulieren. Als Dan dreißig Jahre später, im Jahr 2000, in der Tiefschlafklinik ohne seinen Kater Pete aufwacht, muss er feststellen, dass er vollkommen mittellos dasteht. Nicht nur seine Firmenanteile sind verloren, durch einen Börsencrash während seines langen Schlafs sind auch alle anderen Sicherheiten und Rücklagen wertlos geworden. Natürlich will Dan Rache an Miles und Betty nehmen, doch nach langen Nachforschungen muss er feststellen, dass Betty nur noch ein hoffnungslos drogensüchtiges Wrack und Miles bereits vor Jahren gestorben ist. Dan arbeitet daraufhin für die Firma, die jetzt weiterentwickelte Modelle seiner Roboter herstellt. Dabei stößt er auf einige großartige Erfindungen, deren Patente seltsamerweise auf den Namen D. B. Davis ausgestellt sind und die auch genau Dans Stil entsprechen, obwohl er sich nicht erinnern kann, sie jemals eingereicht zu haben. Durch einen Zufall lernt Dan einen Physiker kennen, der für seine Erfindung einer Zeitmaschine eigentlich einen Nobelpreis verdient hätte, doch die Regierung hält die Zeitmaschine geheim. Durch einen Trick bringt Dan den Physiker dazu, ihn dreißig Jahre in die Vergangenheit zu versetzen. Dort angekommen, bringt er alles wieder ins Lot: Er gründet eine zwei Firma, von der er aus der Zukunft weiß, dass sie alle Wirtschaftskrisen überleben wird, rettet den Kater Pete und begibt sich per Tiefschlaf wieder dreißig Jahre in die Zukunft. Neben den beiden Erzählungen »All Your Zombies« und »By His Bootstraps« ist dies Heinleins dritte berühmte Zeitreisegeschichte, wobei er diesmal allzu komplizierten Zeitparadoxa geschickt ausweicht. Dennoch wirkt die ganze Geschichte sehr konstruiert, und insbesondere das Auftauchen der Zeitmaschine ist nicht sonderlich gut vorbereitet. Dan Davis ist ein weiteres Mal ein Held, der durch beherzte Handlungen und einen »gesunden Menschenverstand« alle Probleme aus dem Weg zu räumen vermag. Obendrein ist er auch noch ein so genialer Erfinder, dass seine Schöpfungen die Zukunft der Menschheit verändern. Dennoch gehört der Roman zu den bei den Lesern beliebtesten Büchern des Autors. Schön ist übrigens der Ursprung des Originaltitels The Door into Summer. Der Kater Pete hasst den Winter und mag nur ungern ins Freie hinaus, wenn draußen Schnee liegt. Deshalb lässt er sich im Winter von Dan immer erst alle Türen des Hauses öffnen, weil er hofft, vielleicht doch eine Tür in den Sommer zu finden. Im übertragenen Sinn sucht Dan das ganze Buch über nach seiner persönlichen »Tür in den Sommer«, bis er sie am Ende schließlich auch findet. Am Anfang des Romans wird kurz ein Atomkrieg erwähnt, und auch, das »wir« (die Amerikaner) »zurückgeschlagen« haben. Heinlein impliziert wieder einmal, dass natürlich die Gegenseite mit einem Atomkrieg beginnen würde. Allerdings hatte der Atomkrieg nur kurze Zeit gedauert und nicht allzu viel verwüstet. Heinleins ungebremster Zukunftsoptimismus, gepaart mit einem guten Schuss Intoleranz, drückt sich im folgenden Zitat aus:
Zwar legt der Autor diese Worte seinem Protagonisten in den Mund, es ist jedoch ziemlich offensichtlich, dass Heinlein genauso dachte. Trotzdem ist seine Vision von der Zukunft des Jahres 2000 nicht sonderlich visionär. Es gibt zwar allerlei technische Gimmicks wie Haushaltsroboter, schmutzabweisende Kleidung oder Bartentfernungscreme, aber trotzdem macht die Zukunft einen ähnlich muffigen Eindruck wie die Zeit der späten fünfziger Jahre, in denen das Buch entstand. Lediglich die Idee für eine »automatische Sekretärin« bzw. ein Spracherkennungssystem zum Diktat von Briefen und anderen Schriftstücken, wirkt recht modern. Zitat:
Das ist für einen Roman der fünfziger Jahre ganz beachtlich. |
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