| In seinem Nachwort schildert Frank Herberts Sohn Brian die
Entstehungsgeschichte dieses ersten Bandes der neuen Dune-Trilogie Die
frühen Chroniken. Die ursprüngliche Idee war eine Anthologie mit Dune-Geschichten
anderer Autoren. Als Brian Herbert auf diese Weise den Star-Wars- und Akte-X-Schreiber
Kevin J. Anderson kennenlernte, verstanden sich die beiden so gut, daß sie schon bald
eine Trilogie als Prequel zum Wüstenplanet-Zyklus planten. In Anbetracht des
Umfangs dieses ersten Bandes ist es erstaunlich, daß die beiden Autoren es geschafft
haben, eine halbwegs interessante Geschichte mit einer erstaunlichen Anzahl spannender
Höhepunkte zu konstruieren. Natürlich greifen sie auf den alten Trick zurück, die
Erlebnisse möglichst vieler Protagonisten parallel in sich abwechselnden Kapiteln zu
schildern. Und an Figuren ist das Dune-Universum wahrlich nicht arm. Der Leser
erfährt, wie der junge Leto Atreides aufgewachsen ist, während die Bene Gesserit
glauben, kurz vor dem Ziel ihres Jahrtausende währenden Projekts zu stehen, wie die
Harkonnens Intrigen gegen die anderen Häuser des Landraads planen und Kronprinz Shaddam
seinen Vater manipuliert, den Imperator Elrood IX., um in den Besitz von künstlichem
Melange zu gelangen.
Während das Spiel zwischen den guten und bösen Mächten in Frank Herberts Original
durch Legenden und Andeutungen eine epische Fabel ergab, drohen die beiden Autoren dieses
Werkes durch allzu starke Übertreibung in bloße Schwarz-Weiß-Malerei abzugleiten.
Dennoch soll das Buch allen Lesern empfohlen sein, die sich durch Frank Herberts Dune
faszinieren ließen.
Im übrigen werden alle Figuren so behutsam eingeführt, daß man Das Haus Atreides
problemlos versteht, ohne zuvor einen anderen Dune-Roman gelesen zu haben.
Hardy
Kettlitz ALIEN CONTACT
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