| Hintergrund der Geschichte ist eine Menschheit, die nach ihrer Ausbreitung im
Weltraum in viele kleine Herrschaftsbereiche zerfallen ist, zwischen denen ständige
militärische Konflikte an der Tagesordnung sind. Daneben existieren zahlreiche Aliens,
die offenbar ganz ähnlich organisiert sind. Nachdem Clou Gallagher, der Held des Romans
(und der geplanten Reihe), fälschlich beschuldigt wird, die Kriegskasse seines
Königreiches geplündert zu haben, beginnt er mit seinem Kleinraumschiff ein Leben als
freier Söldner und kleiner Gauner. Dabei wird er nicht nur von den offiziellen Stellen
verfolgt, sondern auch von zahlreichen Kopfgeldjägern und »alten Bekannten«, die noch
Rechnungen mit ihm offen haben. Getretener Quark wird breit, nicht stark. Die
actionreiche Handlung des Romans ist zwar anfangs recht packend, wirkt aber über die
ganze Länge des Buches hinweg eintönig. Die Kerian-Verschwörung ist reine
Spannungsliteratur ohne großen Anspruch. Sieht man davon ab, daß das Buch im Stil etwas
ungeschliffen und naturwissenschaftlich nicht gerade korrekt ist, bleiben leider immer
noch einige Mängel. Spannungsbögen werden zu schnell abgebrochen, und auf die Motive der
Beteiligten verschwendet Achim Hiltrop nicht allzu viele Gedanken. Gute alte Freunde sowie
erbitterte Feindschaften werden bei Bedarf aus dem Ärmel gezaubert und ebenso rasch
wieder verheizt, denn im Grunde geht es nur darum, ständig die Waffen sprechen zu lassen.
So ist es vielleicht kein Zufall, daß der Name des Helden an ein altes Video-Ballerspiel
erinnert. Immerhin kann man dem Buch seinen geringen Lesewiderstand zugute halten.
Peter Samol ALIEN CONTACT |
 |