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| Die beiden Novellen »Die Alchemie der Stimme« und »Von Heiligen und
Mördern«, die in diesem Buch vereint wurden, gehören inhaltlich lose zusammen. Im
ersten Text schildert der Autor die Geschichte des Kastraten G, der nach seiner Ausbildung
am Konservatorium Giovanni an den geheimnisvollen Julius verkauft wird. Giovanni weiß
nicht, was ihm die Zukunft bringt: Soll er tatsächlich nur Sänger werden oder zum
Lustknaben des Fremden? Erst als er bei einer äußerst dekadenten Orgie die
ungewöhnlichen Freunde von Julius kennenlernt, wird ihm klar, daß sein neuer Herr ein
Unsterblicher ist, und er erfährt, daß dieser seine Unsterblichkeit aus der Schönheit
der Musik zieht. Hodge entwickelt aus dieser Situation eine der schönsten tragischen
schwulen Liebesgeschichten der phantastischen Literatur. Die Unsterblichen spielen auch in der zweiten Novelle eine wichtige Rolle. Ein irischer Mönch leidet unter Stigmata, die die Kirche nicht akzeptieren will. Schließlich hat er keine andere Wahl, als den Schoß der Kirche zu verlassen. Er versucht seinen eigenen Weg zu finden, muß Erfahrungen machen, die er sich als Mönch nicht träumen ließ, und findet am Ende heraus, daß der Unterschied zwischen Heiligen und Mördern geringer ist, als man für gewöhnlich glaubt. Auf welche Weise, das soll hier keinesfalls verraten werden. Peter Straub äußerte sich über Brian Hodge: »Ein Schriftsteller von verwegenem, außergewöhnlichem Talent.« Und er hat recht. |
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