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Alien Contact Buch-Tips |
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| 30.000 Jahre in der Zukunft
wurde das instabile Planetensystem um den Stern Meamone von Menschen bevölkert, die das
System als Nahrungslieferanten ausbeuten. Ebenso wie heute wird dabei keine Rücksicht auf
das ökologische Gleichgewicht genommen. Schlimmer sogar: Es wurden von skrupellosen
Gesellschaften intelligente Wesen geschaffen, deren einziger Zweck ihre rückhaltlose
Ausbeutung als eine Art biologischer Maschine ist. Die Protagonistin Meta, die junge Tochter des herrschenden Visconte, hat eine ungewöhnliche Eigenschaft: Sie ist eine Horcherin, hat also telepathische Fähigkeiten. Anfangs unbewußt hat sie Kontakt zu Om, einem künstlich geschaffenen Wesen, das keinerlei Rechte besitzt und dessen Aufgaben allein in der Proteinbeschaffung liegen. Als er flieht, wird man auf ihn aufmerksam und stellt fest, daß er als erstes Wesen außerhalb der Familie des Visconte die Fähigkeiten der Horcher besitzt. Wenn man das dafür verantwortliche Gen isolieren kann, bedeutet dies einen gewaltigen Fortschritt für die Raumfahrt. Meta versucht, Om zu schützen, doch was kann ein kleines Mädchen schon ausrichten... Wolfgang Jeschke ist nach seinen ersten beiden Romanen Der letzte Tag der Schöpfung und MIDAS wieder ein ganz hervorragendes, wenn auch kurzes Buch gelungen, in dem er erneut brisante Themen anspricht und literarisch erstklassig umsetzt. Sein Grundtenor ist pessimistisch, zeigt er doch, daß die Menschheit, selbst wenn sie das Universum besiedeln kann, in bestimmten Bereichen nichts dazulernt. Habgier, Herzlosigkeit und Unvernunft bestimmen die Handlungen der Menschen, und der Protagonistin bleibt am Ende nur die Flucht. Martin Höllmann ALIEN CONTACT 30
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