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Alien Contact Buch-Tips |
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| Nexen haben einen ausbeuterischen Vermehrungszyklus. Wenn ihre Raumschiffe
auf einem Planeten landen, werden die vorherrschenden saurierartigen Spezies ausgerottet
und durch die säugetierartigen Nexenlarven ersetzt. Wenn diese nach Jahrmillionen ein
ausgereiftes Stadium erreicht haben, folgt ein weiteres Nexenraumschiff mit einem
»Multifunktionalen Bewusstsein«, das sämtliche Larven in ein Kollektivstadium
überführt, woraufhin diese sich drastisch vermehren und ihren Wirtsplaneten restlos
ausbeuten, um neue Nexenraumschiffe zu bauen. Diese dienen dazu, neue Planeten zu
infizieren. Wenn aber das Multifunktionale Bewusstsein nicht rechtzeitig eintrifft, dann
kann es passieren, dass die Nexenlarven eigene individuelle Bewusstseine entwickeln und
beginnen, eine Kultur zu gründen. Der Leser ahnt es bereits: Eine dieser
vernachlässigten Nexenwelten ist unsere Erde. Mike Ryan, ein kalifornischer Meeresbiologe aus Monterey (wem jetzt ein Licht aufgeht, darf sich eine Dose Ölsardinen aufmachen), wird durch merkwürdige Umstände in ein Paralleluniversum versetzt, kann aus diesem nach langer Odyssee zurückkehren und bekommt von der Nexengeschichte Wind. Insbesondere davon, dass ein ganzer Schwarm von Nexendrohnen, dem Vorstadium eines Multifunktionalen Bewusstseins, bereits auf der Erde gelandet ist. Mike Ryan nimmt den Kampf gegen sie auf, aber er begeht einen verhängnisvollen Fehler. Bodo Kroll will mit seinem Roman einfach nur unterhalten, und das ist ihm gelungen. Die Grundidee ist so gut, dass sie etliche Kunstfehler wettmacht. Leider hat die Handlung über weite Strecken die Naivität und Sprunghaftigkeit eines Kinderbuches. Außerdem laufen etliche Handlungsstränge parallel, und weil diese sich ständig wechselseitig erklären, wird dem Buch sehr viel Spannung genommen. Ein einzelner Strang, nämlich der des Mike Ryan, hätte allein schon durch die sukzessive Aufklärung dessen, was eigentlich passiert ist, eine sehr viel stärkere Spannung erzeugen können. Druckfehler und falsche Zeilenumbrüche runden den Eindruck ab, dass dieser Roman etwas mehr Sorgfalt bedurft hätte. Das Buch ist trotz der Mängel lesenswert, denn die Geschichte ist sehr einfallsreich und enthält einige überraschende Wendungen. Allerdings entsteht bei der Lektüre immer wieder der Eindruck, dass man es noch besser hätte machen können. Peter Samol |
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