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Alien Contact Buch-Tips |
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| Der Umschlagtext dieses Romans verspricht: »Dies ist garantiert der
ungewöhnlichste Vampir-Roman, den Sie je lesen werden.« Und obwohl das Buch Vampirjäger
heißt, geht es weder um die Jagd auf Vampire, noch um die Blutsauger selbst. Sam ist ein ganz durchschnittlicher Mann, der nicht die richtige Frau gefunden hat, weil er noch immer seiner Jugendliebe nachtrauert. Eines Tages klingelt es jedoch an seiner Tür und Cat, seine Angebetete aus früherer Zeit, steht vor ihm. Sie bittet ihn um Hilfe, die er ihr kaum verwehren will. Doch die Bitte ist ungewöhnlich: Cat wird regelmäßig von einem Vampir heimgesucht, der ihr Blut saugt. Sie will ihn loswerden, und so hat sie einen Plan geschmiedet, wie Sam den Vampir namens Elliot töten kann, während er sich an ihr vergeht. Doch die Durchführung des Plans ist komplizierter als geahnt und mit jeder Menge Manscherei verbunden. Nach den ersten vierzig Buchseiten ist es jedoch vollbracht, doch da der Vampir nicht wie man es aus Filmen kennt zu Staub zerfällt, stehen die beiden Protagonisten vor dem nächsten Problem, das sich dann 400 Seiten hinzieht: Wie werden sie die Vampirleiche möglichst unauffällig los? Auf die naheliegendste Lösung kommen die beiden natürlich nicht, nämlich sich an die Polizei zu wenden. Selbst wenn ihnen niemand geglaubt hätte, dass Elliot ein echter Vampir ist, so hätte Cat zumindest auf ihre zahlreichen Bisswunden verweisen und damit hinreichend begründen können, dass sie Elliot in Notwehr getötet haben. Aber nein, man bugsiert den toten Untoten in den Kofferraum des Kleinwagens und fährt nachts über irgendwelche abgelegenen Landstraßen, wo natürlich pausenlos seltsame Gestalten auftauchen, die Sam und Cat gefährlich werden. Es geht also nicht um Vampirjagd, sondern nur darum, einen Vampir loszuwerden. Dabei gibt es jede Menge sinnlose Dialoge, und es gelingt Laymon leider an keiner Stelle, seinen Figuren tatsächlich Leben einzuhauchen oder sie wenigstens einigermaßen glaubhaft zu gestalten. Das war bei dem bereits 1987 geschriebenen Roman Parasit (ebenfalls bei Festa) auch nicht anders, aber in diesem Teenager-Ekel-Horrorschocker passierte wenigstens genug. Das ist in Vampirjäger leider nicht der Fall, und so will der Leser nach spätestes der Hälfte des Buches schon gar nicht mehr wissen, ob die beiden die Leiche loswerden oder nicht. Aber ist ja auch egal, zumindest der Spruch auf dem Buchumschlag stimmt. Martin Höllmann |
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