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Alien Contact Buch-Tips |
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| Es war ein einziger Film, der Begeisterung und Interesse für die Geschichte
und das Volk der Schotten geweckt hat: »Highlander« gab kurze, aber prägnante Einblicke
in die wildromantische Natur und die bewegte Geschichte dieses Landes und ebnete
Blockbustern wie »Braveheart« oder »Rob Roy« den Weg, und nicht zuletzt auch Diana
Gabaldons Geschichten um ihre Zeitreisende, die es in das 18. Jahrhundert verschlägt, wo
sie in den letzten - blutig niedergeschlagenen Kämpfen - die Liebe ihres Lebens kennen
lernt. - Etwa zu der gleichen Zeit setzt auch Julianne Lee ihr Epos um das Schwert der
Zeit an. Dylan Matheson ist Karatelehrer in einer US-amerikanischen Kleinstadt. Er hasst seinen alkoholkranken Vater, der die Mutter misshandelt, und interessiert sich sehr für seine schottischen Wurzeln. So ist es nicht verwunderlich, dass er auf einem Volksfest traditionell in Kilt und Plaid auftritt und sich für ein altes schottisches Schwert begeistert. Doch kaum nimmt er es in die Hände, verändert sich seine Umgebung. Schnell muss er feststellen, dass er an einem anderen Ort und in einer anderen Zeit ist. Der Zauber einer Fee, die ihm nun erscheint, hat ihn in das Jahr 1710 zurückversetzt. Sie will, dass er das schottische Volk vor dem Untergang rettet und von der Knechtschaft der Engländer befreit. Dylan weiß jedoch, dass die Geschichte bereits anders verlaufen ist und er sie nicht ändern darf und kann. Da die Fee nicht gewillt ist, ihn wieder zurückzuschicken, spielt er erst einmal mit und macht sich auf den Weg. Nur seine typischen blauen Matheson-Augen und die Tatsache, dass sein Vorfahr schon nach Amerika ausgewandert ist, verhindern, dass sein eigener Clan ihn umbringt. Stattdessen wird er freundlich aufgenommen. Dylan braucht einige Zeit, um sich zurechtzufinden, gewöhnt sich jedoch schnell an das Leben in der Vergangenheit und beginnt, Gefallen daran zu finden. Daran ist nicht zuletzt Catrionaigh, die Tochter des Lairds schuld, in die er sich verliebt. Dank seines umsichtigen und klugen Verhaltens und seiner Kampfeskünste gewinnt er bald das Vertrauen des Clans, und der Anführer macht ihn zum Leibwächter seiner Tochter. Doch mit dem Aufstieg erwachen auch die Neider, die ihre Stellung innerhalb des Clans gefährdet sehen - vor allem die nächsten Verwandten des Lairds. Diese spinnen ihre Intrigen, während Dylan und Catrionaigh ihrer Liebe nachgeben und sogar heiraten wollen. Der Mann aus der Zukunft wird in einen Hinterhalt gelockt, der ihm fast das Leben kostet, weil er in die Hände der Engländer gerät und brutal gefoltert wird. Als Dylan sich wieder erholt hat, ist seine Geliebte bereits mit jemand anderem verheiratet, und sein Clan scheint gemeinsame Sache mit dem Feind zu machen. Frustriert schließt sich Dylan Rob Roy an, um wenigstens Rache an seinen Peinigern zu nehmen und so etwas für sein Volk zu tun. Auch hier gewinnt er schnell Achtung und treue Freunde. Wer »Rob Roy« gesehen hat, wird sich in diesem Buch in eben jene Zeit zurückversetzt sehen. Die Highlander sind raue, aber herzliche Gesellen, die aus ihrem einfachen Leben das Beste machen und trotz allem das Lachen nicht verlernt haben; die Engländer dagegen degenerierte Hofschranzen und Sadisten. Es gibt Verräter und treue Freunde, wunderschöne Frauen, die es zu lieben lohnt, und eine Fee, die das magische Element in die Geschichte bringt und den Helden sogar ein wenig Zauberei lehrt. Und genau das macht die gelungene Atmosphäre dieses Buches aus, das in erster Linie unterhalten will und schamlos Partei für die schottische Seite ergreift. Julianne Lee erzählt ein schwungvolles, lebendiges Abenteuer um einen modernen Helden, der die Vergangenheit akzeptiert, sie nicht nach seinem Bild zu formen versucht, sondern langsam in sie hinein wächst. Die Geschichte besitzt auf beiden Seiten sympathische und hassenswerte Figuren, die Liebesgeschichte nimmt zwar einiges an Raum ein, dominiert aber nicht allzu sehr, und selbst die historischen Hintergründe sind korrekt wiedergegeben. Für Schottenfans jedenfalls ein Buch, das sie nicht links liegenlassen sollten, für andere ein Lesespaß für müßige Stunden. Christel Scheja ALIEN CONTACT |
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