ALIEN CONTACT
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Timothy McNeal

Equinox – ACB-Mystery 5

Originalausgabe • 2001

Science Fiction > Alien Contact
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Die Mitglieder eines Mainzer Frauenstammtisches werden von erotischen Träumen heimgesucht, in denen ihre verstorbenen Ehemänner und Liebhaber auftauchen. Derweil ist Arnold-Chesterton-Barth, die zentrale Figur des Romans, in eine Dimension übergegangen, in der andere Gesetze von Raum und Zeit herrschen. Von dort streckt er seine Fühler nach Jerry Christmann aus, dem Agenten einer Wissenschaftsgesellschaft, um auch ihn in seine Dimension zu holen. An der Carnegie Mellon University in den USA bemerkt ein Doktorand unterdessen, daß einige Computer Botschaften aus einer fremden Dimension erhalten – in Primzahlen verschlüsselt. Als die Damenclique nach den Hinterbliebenen einer Gruppe von Physikern forscht, die einst auf mysteriöse Weise ums Leben kamen, entsteht allmählich ein Zusammenhang zwischen den Ereignissen.

Zweifellos gelingt es Timothy McNeal, die auf mehreren Erzählebenen gelagerten Handlungsstränge zu einer kurzweiligen Story zu verbinden – auch deshalb, weil die Joyceschen Bewußtseinsstrom-Kapitel, wie sie in jedem seiner Bücher auftauchen, diesmal stark reduziert sind. Dies ist aber auch schon das einzige Verdienst des Romans. Ansonsten ist er voller Bettszenen, die weniger den Träumen der Protagonistinnen als vielmehr seltsamen Männerphantasien zu entstammen scheinen. Jerry Christmann entwickelt sich gar zum überlebensgroßen Weiberhelden, der drei Frauen gleichzeitig befriedigt.

Darüber hinaus ist das Buch eine große Herausforderung an das Gedächtnis der Leser. Nur die genaue Kenntnis der ersten vier Bände ermöglicht es, die Ereignisse des Buches richtig einzuordnen. Wer sie nicht kennt, wird sich kaum zwischen den vielen Personen und ihren spirituellen sowie sexuellen Beziehungen zurechtfinden – zumal man erst in der Mitte des Romans eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse serviert bekommt. Zudem erscheint das Buch über große Strecken als ein bloßes Revival seiner vier Vorgänger. Ein neuer Impuls kommt zwar durch das Thema Parallelwelten hinzu, dessen Ausarbeitung jedoch im Ansatz steckenbleibt. Interessant ist nur die Darstellung der als Limbus – die »RaumZeit der UnToten« – beschriebenen Dimension, in der sich Arnold-Chesterton-Barth befindet. Dies allein reicht aber noch nicht für ein gutes Buch, besonders, wenn diese Idee in einer Geschichte dargeboten wird, die es nicht wert ist, erzählt zu werden.

• Gregor Jungheim • ALIEN CONTACT

Originalausgabe
Timothy McNeal, Equinox – ACB-Mystery 5
(Kaiserslautern: Rainar Nitzsche Verlag, 2001) Bestellen
Paperback, 169 Seiten
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