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| Der dritte Roman von Walter Moers, nach Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär
und Ensel und Krete, basiert auf einer
ungewöhnlichen Idee. In einem Sachbuch über Kinderbuchillustration stieß er auf Bilder
von Gustave Doré und war
beeindruckt. Doré (1832 - 1883) war der meistgedruckte Illustrator des 19. Jahrhunderts.
Er stattete 221 Bücher, darunter Cervantes' Don Quichote, Dantes Inferno,
Rabelais' Gargantua und Pantagruel und die komplette Bibel mit seinen Zeichnungen
und Holzschnitten aus. Walter Moers hat 21 Doré-Bilder ausgewählt, losgelöst von dem Werk, für das sie ursprünglich entstanden, und entlang der Bilder eine Traumgeschichte des zwölfjährigen Gustave ersonnen. Der Junge befindet sich als Kapitän an Bord der Aventure und segelt durch die Nacht, als ein Siamesischer Zwillingstornado angreift und das Schiff zerstört. Als es sinkt, erscheinen der Tod und seine reichlich verwirrte Schwester Dementia. Gustave schließt mit dem Tod eine Wette ab: Er muss noch in dieser Nacht sechs fast unlösbare Aufgaben lösen, um weiterleben und seine Seele behalten zu dürfen. Und schon beginnt die wilde Reise, bei der der Junge auf Traumprinzessinen, Drachen, Dämonen, Amazonen und das schrecklichste aller Ungeheuer trifft. Er reist durch Raum und Zeit, zum Mond und sogar quer durch das ganze Universum. Die Phantasie des Autors scheint unbegrenzt. Er erschafft immer neue Fabelwesen und lässt sich von Naturgesetzen nicht beeindrucken - schließlich handelt es sich um ein Märchen. Allein durch das atemlose Erzähltempo wird die Geschichte tatsächlich zu einer wilden Reise durch die Nacht. Der Eichborn-Verlag hat, auf Wunsch des Autors, ein relativ großes Buchformat für diesen Roman gewählt, wodurch die 21 wunderschönen Bilder von Doré in erstklassiger Qualität zur Geltung kommen. Somit ist der Roman für jeden Leser etwas: für Kunstliebhaber, für Erwachsene und auch für Kinder, die ein spannendes Märchen vorgelesen bekommen wollen. |
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