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Alien Contact Buch-Tips |
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| Obwohl gerade in den letzten dreißig Jahren viele Autoren die Geschichten um
König Artus, die Ritter seiner Tafelrunde und der anderen Figuren dieser berühmten
Legende immer wieder erzählt haben, scheint das Interesse der Leser an weiteren
Umsetzungen der Sage ungebrochen sei es nun mit einem mehr phantastischen oder mehr
historischen Hintergrund. Zu den Autoren, die sich auch jetzt im neuen Jahrtausend noch
darum bemühen, neue Facetten der Erzählungen aufzuzeigen, gehört Diana L. Paxon, die
schon mit ihrer Schwägerin und Freundin an den Hintergründen des Bestsellers Die
Nebel von Avalon und seiner Folgebände gearbeitet hat. Die Herrin von Camelot ist der dritte Teil ihres Zyklus und den Frauen um Artus gewidmet vor allem seiner Mutter Igraine, die nicht nur als Königinwitwe und Mutter des Herrschers große Macht besitzt, sondern auch als oberste der Priesterinnen von Avalon. Sie ist beunruhigt, denn ihre Tochter beschreitet inzwischen dunkle Wege. Nicht nur, dass Morgause ein Kind von ihrem Bruder empfangen hat und mit Freuden auf die Welt bringt - sie hat sich auch in den Kopf gesetzt, ihr Kind zum Nachfolger des Königs zu machen. Nachdem Igraine ihr die Hilfe verweigert, bedient sich Morgause anderer Hilfe: Sie wendet sich den dunken und blutigen Mysterien der Göttinnen zu und verspricht ihnen ihr Kind, wenn sie ihm die höchsten Ehren schenken. Igraine ahnt nicht, wie weit Morgause geht, denn sie hat andere Sorgen - ihr Sohn ist immer noch unvermählt. Eine Vision zeigt ihr endlich eine geeignete Gemahlin für Artos: Gwendivar, die Tochter eines seiner Fürsten, die das blühende Leben zu sein scheint. Obwohl das Mädchen streng erzogen wird, ist es der Göttin und der Feenwelt sehr nahe und hat seinen eigenen Kopf. Igraine gelingt es, Gwendivar mit Artos zu vermählen, doch auch Morgause handelt und verspritzt in der Hochzeitsnacht ein schleichendes Gift, das die Ehe ihres Bruders von nun an überschattet. Kein Kind der beiden soll dem ihren jemals gefährlich werden ... Die Herrin von Camelot ist wie die anderen Romane des Zyklus bewusst eng an das historische 6. Jahrhundert angelehnt, römischer Einfluss ebenso spürbar wie keltischer oder sächsischer. Diese Elemente dienen ihr in erster Linie dazu, einen vertrauten atmosphärischen Hintergrund zu schaffen. Da die Geschichte den meisten Lesern in groben Zügen bekannt sein dürfte, konzentriert sich Diana L. Paxon mehr auf den esoterischen Überbau. Mit profunden Kenntnissen der Materie schildert sie mystische Rituale, wie sie vor allem unter den neokeltischen Heiden praktiziert werden, erschafft starke archetypische Frauen, wie man sie in einem solchen Roman erwartet. Das alles, verquickt mit einigen Intrigen und dem komplizierten Spiel der Liebe macht den Roman vor allem für eine Zielgruppe interessant: (junge) Frauen, die gerade erst die Kelten für sich entdeckt haben und begeistert von starken Frauen, mächtigen Priesterinnen und mystischen Zaubern sind. Christel Scheja ALIEN CONTACT |
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