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Ein Roman von der Scheibenwelt
| Als plötzlich mitten aus dem
Meer der Scheibenwelt ein neues Land auftaucht, gerät der seit langer Zeit gewahrte
Frieden in Gefahr. Das Volk von Ankh-Morpork ist natürlich der Meinung, daß die Insel
ihm gehört, bedauerlicherweise glauben das aber auch die Bewohner von Klatsch. Es kommt
zu diplomatischen Wirren, und auf einen klatschianischen Abgesandten wird ein Attentat
verübt. Samuel Mumm, der Kommandant der Wache, kann nicht fassen, wie sich scheinbar
friedliche Landsleute plötzlich verhalten. Er versucht zu retten, was zu retten ist. Doch
da ist schon der Krieg erklärt, und die Schiffe setzen sich in Bewegung, um dem Gegner zu
zeigen, wer das Sagen hat ... Das erste Drittel des Romans zeigt Pratchett in Hochform. Die Charaktere der Wache, aus früheren Romanen bereits bekannt, werden weiter ausgearbeitet, Ideen und Gags sprudeln. Und der Autor geht auf seine gewohnt leichte Weise Themen an, die man in vermeintlich alberner Fantasy nicht vermutet: Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Sexismus und die militärischen Möglichkeiten moderner Wissenschaft. Pratchett gelingt der Spagat, ein komisches Antikriegsbuch zu schreiben. Leider geht ihm im Laufe der Handlung etwas die Puste aus. Gags tröpfeln nur noch, die Figuren rennen wirr durcheinander, ohne daß die Handlung vorankommt. Vielleicht liegt es ja auch daran, daß es gar nicht so einfach ist, auch den 21. Roman einer Serie konsequent durchzuerzählen. Dennoch lohnt sich das Buch schon wegen des Themas, und Pratchett-Fans werden wieder viele neue Details der gelobten Scheibenwelt entdecken. Martin Höllmann ALIEN CONTACT |
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