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| Big Brother im kosmischen Maßstab: Die Phnaargs, eine außerirdische
Spezies, sind aus Frust über ihren versauten Planeten einer abnormen Telesucht verfallen.
Besondere Beliebtheit erfreut sich bei ihnen die Reality-Soap-Opera »Die Erdlinge« -
anfänglich Aufnahmen kosmischer Sonden von einer primitiven Intelligenz in einem
benachbarten Sonnensystem. Die TV-Einschaltquoten explodieren, und täglich verfolgen
Milliarden von Phnaargs live am Bildschirm mit, wie die Erdlinge das Feuer erfinden,
Mammuts jagen, sich auf Kreuzzüge begeben und schließlich gegenseitig mit Atombomben
zupflastern. Nach dem nuklearen Holocaust im Jahre 2050 bleiben allerdings nur noch ein
paar Tausend Erdlinge übrig, die hoffnungslos verstrahlt in ihren Bunkern hocken und
frustriert TV glotzen. Die Einschaltquoten purzeln in den Keller. In einer Krisensitzung
entschließt sich der Vorstand des Senders mittels einer temporären Expedition, die
jüngere Vergangenheit der Erdlinge zu korrigieren und so die Serie zu retten. Als
Schnittstelle wird das Jahr 1958 ermittelt. Wenn Elvis Presley - anstatt brav zur Army zu
gehen - sich seiner Einberufung entzöge, würde man ihn in den rebellischen 60ern
unweigerlich zum Präsidenten wählen; er könnte dann den Kalten Krieg beenden und so den
nuklearen Holocaust verhindern... Natürlich kommt alles ganz anders: Anstatt planmäßig die Vergangenheit zu korrigieren, wird Elvis von einem Zeitkohl in die Zukunft verschleppt. Während er dort über finsteren Revolutionsplänen brütet, geraten sich Päpstin Johanna, der Dalai Lama und Ron Hubbard der Dreiundzwanzigste wegen des Besitzes der Pop-Ikone in die Haare. Die Ereignisse überschlagen sich, und schließlich muß Jesus höchstpersönlich bemüht werden, um den Krieg der Mediengiganten zu schlichten... Fazit: Abgefahren und bar jeder Logik - eben Robert Rankin. Gerd Bedszent ALIEN CONTACT 40 |
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