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Alien Contact Buch-Tips |
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| In den letzten Jahren hat sich in der Fantasy ein - von Autorinnen beherrschter -
Zweig des Genres herausgebildet, der den historischen Liebesroman mit phantastischen
Elementen vermischt. Dazu gehört auch Jane Routley. In ihren Abenteuern um Dion, die
Magierin und Dämonen-Bezwingerin aus Moria, geht es sehr familiär und beziehungssüchtig
zu. Da Mitglieder ihrer Familie Hilfe brauchen, kehrt Dion nach Moria zurück, auch wenn die Lage für Magier nicht rosig ist. Die Inquisition versucht all diejenigen auszulöschen, die ihre Zauberkraft anwenden. Zwar kämpfen mutige Morianer gegen die Priesterschaft des »Brennenden Lichts«, haben aber noch nicht die Kraft, sich durchzusetzen. Sie hoffen auf Hilfe von außen - den Adel anderer Länder, der die letzte Überlebende des morianischen Herrschergeschlechts unterstützt, jedoch nicht ohne Eigennutz ... Dion merkt recht schnell, dass sie sehr vorsichtig sein muss, und verbirgt ihre magischen Kräfte. Als einfache Kaufmannsfrau getarnt reist sie mit einem Bruder und Freunden in die Heimat. Doch als ihre Halbschwester Tesha in ihren Armen stirbt, weiß sie, dass sie schnell handeln muss. Wieder haben Dämonen ihre Hand im Spiel ... vielleicht sogar Bedazzer, den sie besiegt zu haben glaubte. So lässt sie alle Vorsicht fahren und stellt sich auf die Seite der Befreier Morias, auch wenn es sie viel Selbstachtung und am Ende die Liebe eines Mannes, den sie auf der Reise kennen gelernt hat, kostet. Unterstützung findet sie nur im vagabundierenden Volk der Klementari, die mehr zu wissen scheinen, als sie vorgeben. Die Engel des Feuers vermischen geschickt phantastisch-magische Elemente wie alte Artefakte, Prophezeihungen, Dämonen und ihre Paktierer mit Anlehnungen an die irdische Geschichte. Nicht grundlos erinnern die Gläubigen und Priester des brennenden Lichts an die Puritaner des neuzeitlichen England und Amerika. Kleidung, Verhalten, ja sogar die Namen erinnern an die strenggläubigen Christen, und die Priesterschaft handelt ähnlich wie deren Hexenjäger. Auch die Klementari sind eng an die Zigeunervölker und ihr Brauchtum angelehnt. Das alles wird mit der ausufernden Familien- und Liebesgeschichte Dions vermischt. Heraus kommt ein unterhaltsamer, recht spannender Mix, der durch seine Beziehungslastigkeit - wie sie in der »Hausfrauen-Fantasy« sehr oft vorkommt - allerdings nicht jedermanns Sache ist. Christel Scheja ALIEN CONTACT |
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