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Alien Contact Buch-Tips |
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| Das Anfangskapitel von Die Jahre der Aliens erinnert stark an die
Einleitungssequenz des Films Independence
Day von Roland
Emmerich. Wie im Film erscheinen auch hier gewaltige Alien-Raumschiffe über vielen
Großstädten und anderen Orten der Erde. Doch was bei Emmerich in einem einfallslosen
Feuerinferno endet, entwickelt sich in Die Jahre der Aliens in eine völlig
andere Richtung. Die Aliens in Silverbergs Roman sind den Menschen mehr als nur eine
Entwicklungsstufe voraus. Sie stehen scheinbar so weit über der irdischen Zivilisation,
daß sie die Menschheit nicht als Kommunikationspartner wahrnehmen. Bis auf die Tatsache,
daß einige Personen zur Untersuchung wie Tiere eingefangen werden, findet kein Austausch
statt. Als es von unbekannter Seite zu einem Angriff auf die Außerirdischen kommt, folgt kurz darauf der Vergeltungsschlag. Einige Wochen lang fallen sämtliche elektrischen Geräte aus. In dieser Zeit brechen Regierungs- und Wirtschaftssysteme zusammen, Anarchie fegt jegliche öffentliche Ordnung hinweg, und ein Drittel der Erdbevölkerung kommt in der grausamen Zeit des Zusammenbruchs ums Leben. Silverberg erzählt seine Geschichte über die Invasion der Außerirdischen und den verzweifelten Widerstand einiger weniger über einen Zeitraum von 50 Jahren. Dabei beschreibt er ein Stück Lebensgeschichte der Familie Carmichael, die zur treibenden Kraft der Widerstandsbewegung wird. Silverberg entwickelt kraftvolle und überzeugende Charaktere mit ganz individuellen Beweggründen und Vorgehensweisen. Die Außerirdischen sind unnahbare, unbegreifliche und durch ihre telepathischen Fähigkeiten nahezu unangreifbare Wesen. Sie benutzen die Menschen als Arbeitssklaven, um seltsame Maschinen oder gigantische Bauvorhaben umzusetzen. Angriffen begegnen sie mit gnadenloser Härte, während telepathischer Zwang und Strafen ein Aufbegehren der Bevölkerung verhindern. Die Carmichaels sind ständigen Rückschlägen ausgeliefert, gehen jedoch immer neue Wege, um der Invasion ein Ende zu setzen. Der Schluß überrascht um so mehr, da er der allgemeinen Erwartungshaltung widerspricht. Silverberg findet mit Die Jahre der Aliens wieder zu seiner literarischen Bestform zurück, die uns so eindrucksvolle Werke wie Zeit der Wandlungen (A Time of Changes 1971) oder Es stirbt in mir (Dying Inside 1972) bescherte. Es ist zu hoffen, daß er diesen Anspruch fortführt. |
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