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Alien Contact Buch-Tips |
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| Der Planet Isis ist für Menschen absolut tödlich: obwohl reich an allen
möglichen Pflanzen- und Tierarten, scheint er etwas gegen die irdischen Eindringlinge zu
haben. Ungeschützt haben die irdischen Forscher keine Chance gegen die einheimischen
Mikroorganismen, die offenbar alles andere als wahllos zuschlagen. Die junge Frau Zoe, die
zum Zwecke der effektiveren Erkundung des Planeten geklont wurde und mit einem
verbesserten Immunsystem ausgestattet ist, muss jedoch bald erkennen, dass der wirkliche
Sinn ihrer Mission ganz woanders liegt ... Robert Charles Wilson, der mit seinem bizarren Parallelweltroman Darwinia großen Erfolg sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik hatte, legt mit Bios ein bei weitem konventionelleres, fast schon »altmodisches« Werk vor. Der klassische Planetenroman, in dem terrestrische Forscher gegen die lebensfeindliche Umwelt einer fremden Welt bestehen müssen, hat eine lange Tradition in der Science Fiction (man denke nur an diverse Werke von Lem, Niven, Budrys oder den Strugatzkis). Wilsons Verdienst ist es dabei nicht nur, dass er die in der Science Fiction oft stiefmütterlich behandelten Wissenschaften der Biologie und Medizin in den Vordergrund stellt, sondern vor allem, dass er die spannende Handlung nutzt, um gesellschaftliche Zusammenhänge und die Stellung des Menschen in der Natur (auch wenn es in diesem Fall eine außerirdische ist) ziemlich realistisch zu beleuchten. Dabei zeigt Wilson eine sehr pessimistische Sichtweise der Dinge. Im Gegensatz zu zahlreichen eher naiven SF-Romanen scheitern die menschlichen Forscher in Bios auf der ganzen Linie. Es gibt nur wenige Romane, in dem am Ende sämtliche handelnden Figuren ins Gras beissen müssen. Aber die tödliche Konsequenz der letztlich völlig unverständlichen isianischen und der offenbar unbelehrbaren menschlichen Natur lassen kaum einen anderen logischen Schluss zu. Wilsons Werk ist ein sicherlich sehr interessantes und nachdenklich stimmendes Buch, das jedoch insgesamt zu wenig detailliert geraten ist. Obwohl es mittlerweile eine wahre Wohltat ist, einen Roman in den Händen zu halten, der nicht ziegelsteinartiges Format hat, ist Bios eindeutig zu kurz. Besonders die politischen und gesellschaftlichen Strukturen im 22. Jahrhundert hätten eine tiefer gehende Beschreibung verdient, gerade weil man merkt, dass sich der Autor einige grundlegende Gedanken über mögliche zukünftige Entwicklungen gemacht hat. Auch die Personen, die zum Teil recht gut skizziert sind, hätten mehr Aufmerksamkeit verdient. Somit ist Bios ein durchaus empfehlenswerter, wenn auch nicht unbedingt herausragender Roman, der auf die nächsten Bücher Robert Charles Wilsons Appetit macht. Christian Hoffmann ALIEN CONTACT
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