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Alien Contact Buch-Tips |
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| Unterhält man sich mit langjährigen Phantastik-Lesern über lustige Fantasy, so kommt das Gespräch unweigerlich auf
Robert Asprin und seine Dämonen-Serie, die in den achtziger Jahren bereits bei Bastei
Lübbe in Einzelbänden veröffentlicht wurde. Der Autor setzt die Serie nun nach einer
längeren Pause fort, und der Verlag hat dies zum Anlass genommen, einen Sammelband der
ersten drei Romane Ein Dämon zuviel, Drachenfutter und Ein Dämon
auf Abwegen herauszubringen. In Ein Dämon zuviel lernen wir zunächst die Protagonisten der Serie kennen. Skeeve ist ein junger Zauberlehrling, dessen magische Fähigkeiten noch recht beschränkt sind. Als sein Lehrmeister gerade einen Dämon beschwört, wird er von einem Attentäter ermordet. Der Dämon Aahz aus der Dimension Perv ist jedoch nicht so gefährlich, wie es zunächst scheint, denn er hat seine Zauberkräfte verloren. Aahz und Skeeve finden heraus, dass Skeeves Meister im Auftrag von Isstvan ermordet wurde, der die Herrschaft über die Dimensionen anstrebt. Also machen sie sich auf die Reise, um Isstvan zu stoppen, haben aber zunächst mit einer Reihe von Widrigkeiten zu kämpfen. Sie treffen auf weitere Mörder, einen Dämonenjäger namens Ganzfix und auf einen Teufel bzw. Täufler, der sie in die Dimension Tauf schickt, in der Skeeve ganz unabsichtlich einen jungen Drachen namens Gliep erwirbt. Schließlich stößt noch die verführerische Hexe Tanda zu den Reisegefährten, und es kommt zu einigen turbulenten Ereignissen, bevor man die Heimstatt von Isstvan erreicht und mit ihm abrechnen kann. Ein Dämon zuviel ist keineswegs ein ernsthafter Roman, aber besonders lustig ist er auch nicht. Für eine Satire sind die Späße leider viel zu flach, und die Handlung ist aus heutiger Sicht nicht sonderlich originell. Vermutlich liegt es daran, dass man beim Thema »lustige Fantasy« als Erstes an Terry Pratchett denkt, der Standards gesetzt hat, mit denen Asprin nicht mithalten kann. Zumindest einen Vorzug hat Asprins Erstling jedoch: Er ist straff erzählt und liest sich sehr flüssig. Der zweite Band, Drachenfutter, ist zweifellos der Höhepunkt des Sammelbandes. Skeeve und Aahz werden von einem Boten aufgesucht, der ihnen befiehlt, am Hof des Königs von Possiltum zu erscheinen, weil dieser einen Hofzauberer sucht. Skeeve hat zwar Bedenken, doch Aahz wittert eine gute Chance, viel Geld zu verdienen, das die beiden gut gebrauchen könnten. Durch raffinierte Tricks und einen guten Schuss Menschenkenntnis gelingt es Skeeve auch, den Posten des Hofzauberers zu ergattern, um kurz darauf festzustellen, dass es sich keineswegs um einen Traumjob handelt, denn Possiltum wird von der riesigen Armee eines anderen Reiches bedroht, gegen die seine Streitkräfte nichts ausrichten können. Nun erwartet man von dem jungen Zauberer ein Wunder. Fast ohne Geld heuern der Zauberschüler und sein dämonischer Lehrmeister in einer anderen Dimension ein halbes Dutzend Kämpfer an, um gegen die Übermacht zu Felde zu ziehen. Mit einem Gemisch aus ausgeklügelter List, billigen Special Effects und Illusionszaubern gelingt es ihnen tatsächlich nicht nur, das kleine Königreich zu verteidigen, sondern sogar, die feindliche Armee verschwinden zu lassen. Asprin läuft zur Höchstform auf, seine Gags sind tatsächlich lustig und die Winkelzüge der Handlung einigermaßen raffiniert. Was man vom dritten Band, Ein Dämon auf Abwegen, leider nicht behaupten kann. Hier geht es darum, dass Skeeve gemeinsam mit der Hexe Tanda erstmals ohne seinen Lehrmeister in andere Dimensionen reist und natürlich wieder in Schwierigkeiten gerät - sogar so sehr, dass Tanda gefangen genommen wird und ihr unbedachtes Verhalten einen Krieg zwischen zwei Ländern auslöst. Aahz muss zu Hilfe eilen. Doch leider schleppt sich die Handlung dahin und der Autor nutzt allzu oft die magische Mittel, um die Protagonisten aus der Affäre zu ziehen. Vielleicht lag es daran, dass Asprin für das Schreiben des zweiten Bandes drei Jahre zur Verfügung standen, um Gags und Ideen zu sammeln, während der dritte Band gleich ein Jahr nach dem zweiten erschien. Vielleicht gewöhnt sich der Leser aber auch zu schnell an die flapsigen Dialoge und an Scherze, die sich leider gelegentlich wiederholen. Vielleicht liegt es auch daran, dass Robert Asprin einfach nicht das Talent eines Terry Pratchett hat, über viele Romane hinweg wirklich komisch zu sein. Dennoch ist Dämonenhatz eine leichte Lektüre, die einige Stunden spaßige Unterhaltung auf nicht allzu hohem Niveau bietet. |
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