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Alien Contact Buch-Tips |
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| Pünktlich zur Vorweihnachtszeit legt der versierte Erzähler Christian von
Aster eine Weihnachtsgeschichte vor. Allerdings sollte man sich von diesem jahrzeitlichen
Bezug nicht abschrecken lassen; genießbar ist dieses kleine, gemeine Buch zu jeder Zeit,
am besten mit einem steifen Grog in der Hand der kann auch gekühlt serviert
werden. Das Buch gehört auf alle Fälle auf den Gabentisch eines jeden Liebhabers rabenschwarzen Humors. Dafür sprechen viele Fakten: Zum einen der Inhalt, dann aber auch die Gestaltung. Kein geringerer als der Comic-Künstler Schwarwel, der Erfinder des Schweinevogels und Zeichner des »Die Ärzte«-Comics, steuerte eine Reihe zauberhafter, ironisch bis zynischer Bilder bei. Die Geschichte beginnt im London des Jahres 1840. Timmy entstammt ärmlichen Verhältnissen, und es ist abzusehen, dass aus seinem Weihnachtswunsch, einem Holzpferd, wieder nichts wird. Der Weihnachtsmann kommt, natürlich nicht der echte. Er bringt einen in einem nach altem Fisch riechenden Papier gewickelten Kreisel, den sich Timmy ganz und gar nicht gewünscht hatte. Dann bekommt Timmy heraus, dass der Weihnachtsmann in seinem richtigen Leben einem nicht gar so ehrbaren Berufe nachgeht. Für Timmy und seine Freunde liegt die Sache klar auf der Hand: Sie wollen große, richtige Geschenke. Also müssen sie dafür sorgen, dass der Weihnachtsmann in der Zeit, in der er nicht Geschenke ausfährt, so viel Geld in seinem »anderen« Beruf verdient, dass er eben bessere Geschenke besorgen und sich auch einem richtigen Schlitten, gezogen von Rentieren, leisten kann. Nun darf hier nicht verraten werden, was das für ein Job ist, den der Weihnachtsmann so ausübt, das würde sicher viel vom Reiz der Story vorwegnehmen. Sie wird richtig bösartig und auch etwas blutig. Und Timmy bekommt am Ende sein Holzpferd, wenn auch nicht vom Wehnachtsmann, so doch von seinen Eltern, die ebenfalls zu einem gewissen Wohlstand kommen, allerdings auch nicht durch harmlose und ehrbare Berufe. Diese Story ist wunderbar unmoralisch, denn sie zeigt, dass sich negative Energie durchaus in Reichtum umsetzen lässt. Na, dann: Frohe Weihnacht! Thomas Hofmann ALIEN CONTACT |
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